thumbnail Hallo,

An dieser Stelle wie immer ein Blick nach England hinüber zu den Deutschen, die auf der Insel ihr Geld verdienen. Diesmal: Dicke Luft im Emirates.

KOLUMNE
Von John C. Brandi

London.
Die Saison beim FC Arsenal läuft bisher mehr als passabel: Tabellenführer der Premier League nach 16 Spieltagen, da sollte doch eine kleine Durststrecke zu überstehen sein – denkt man.

Aber die Auszeit, die sich die Gunners nehmen, dauert nun drei Spiele, in denen man sieglos blieb und viel Boden in den zwei wichtigsten Wettbewerben verlor. Gegen Everton kam man nicht über ein Remis hinaus – man hätte davonziehen können. In Neapel verlor man deutlich mit 0:2, hätte sogar aus der Champions League fliegen können, doch über diese bizarre Gruppe ist bereits alles geschrieben worden. Ergebnis: Man spielt nun im Achtelfinale gegen die Bayern.

Und dann das krasse 3:6 bei ManCity – hier kommen dann die Deutschen ins Spiel: Wie Per Mertesacker Mesut Özil zusammenfaltete, der nicht zu den Fans ging, zeigte, dass der dritte Tiefschlag innerhalb einer Woche den Beteiligten richtig an die Nerven ging.

Mertesacker, der emotionale Leader

Die Erkenntnis: Mertesacker ist mehr als nur ein Ersatzkapitän. Er identifiziert sich mit jeder Faser seines Körpers mit dem Verein und erträgt vieles, aber nicht, wenn man nach Niederlagen keine Größe zu zeigen vermag.

Und: Mesut Özil scheint dieses Gen (noch) abzugehen. Die Leistungen passten zuletzt nicht mehr wirklich, da scheint der filigrane Spielmacher nicht wirklich in der Lage, seinen Frust zu kompensieren. Es ist somit noch einiges an Wegstrecke zu gehen, bis die Beziehung Özil-Arsenal in allen Lebenslagen so funktioniert, wie sich das die Beteiligten wünschen. Mertesacker sollte in dieser Hinsicht der richtige Ansprechpartner für den Deutsch-Türken sein, oder auch Lukas Podolski, der auf dem Weg zurück ins Team ist.


"Jetzt haben wir neun Tage Zeit, um uns auf das Derby gegen Chelsea gut vorzubereiten. Das wollen wir unbedingt gewinnen!"
- Per Mertesacker

Wie sehr das Erlebte den "Big F***ing German" fuchste, zeigte auch sein Facebook-Eintrag nach der beinahe demütigenden Klatsche bei den Citizens, wo er sich immerhin als Torschütze und Führungsperson gezeigt hatte.

"Ich bin noch immer wütend über diese Niederlage. Jetzt haben wir aber 9 Tage Zeit, um uns auf das Derby gegen Chelsea gut vorzubereiten. Das wollen wir unbedingt gewinnen!"

Chelsea ist zusammen mit Liverpool zwei Punkte hinter den nach wie vor führenden Gunners, die Vorfreude auf das Duell mit dem Klub von Andre Schürrle, der ebenfalls auf der Suche nach seiner Bestform sucht, ist groß: Einen Tag vor Weihnachten steigt das Topspiel.

EURE MEINUNG: Was traut Ihr Arsenal am Ende der Saison zu?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal auf
oder werde Fan von Goal auf !

Dazugehörig