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An dieser Stelle wie jede Woche der Blick hinüber auf die Insel, wo die deutschen Profis in London zuletzt individuell überzeugten, doch nicht jeder bekam den verdienten Lohn.

KOLUMNE
Von John C. Brandi

London.
Eigentlich hätte alles so schön sein können für Andre Schürrle: Doppelpack für den FC Chelsea erzielt, wieder einmal mit einer starken Leistung überzeugt, nachdem es eine Weile nicht so viel Spielzeit für ihn gegeben hatte.

Doch nicht nur der Lattentreffer in der Schlussphase war es, womit der 23-Jährige haderte. Unterm Strich war es eben eine 2:3-Niederlage gewesen, die er mit dem Blues in Stoke zu verdauen hatte, und so resümierte ein niedergeschlagener Schürrle nach dem Spiel bei Chelsea TV: "Wir haben so gut gespielt in der ersten Halbzeit, waren in Führung, und dann dieses Tor nach der Ecke, das wir nie und nimmer kassieren dürfen."

Danach habe man wenig Chancen gehabt und trotz seines zwischenzeitlichen Ausgleiches kaum Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen. Bitter, aber die Karten von Schürrle dürften trotzdem nicht schlechter geworden sein – überall gab es Lob nach seiner engagierten und dynamischen Performance.

Wenger: "Möchte Özil einfach nur gratulieren"

Auch Mesut Özil trug sich in die Torschützenliste ein, sein vierter Ligatreffer für Arsenal bei inzwischen sieben Vorlagen: Die Statistik sieht glänzend aus für den Nationalspieler, doch gegen Everton reichte der Treffer eben auch nur zu einem Unentschieden.

Sein Trainer Arsene Wenger war trotzdem mehr als zufrieden und teilte auf der Gunners-Homepage mit: "Ich persönlich möchte Özil einfach nur gratulieren. Für mich hat er ein außergewöhnliches Spiel gemacht." Kein Grund für Katzenjammer, ist man doch weiterhin mit komfortablen fünf Zählern Vorsprung Erster vor Liverpool und Chelsea.

Holtby überzeugt

Und dann war da noch die Leistung von Lewis Holtby. Im zentralen Mittelfeld der Tottenham Hotspur zog er die Fäden beim 2:1-Sieg in Sunderland, leitete unzählige Chancen ein und wurde zum Goal-Top of the Match sowie in die Elf des Spieltages gewählt. Keinen Treffer erzielt, keinen vorbereitet, aber vollends überzeugt – und gewonnen.

Seine Torpremiere in der Liga hatte er bereits in der Woche zuvor feiern dürfen, als er gegen Fulham in der 82. Minute mit fulminantem Linksschuss den Siegtreffer erzielte. Damit dürfte er nach einem knappen Jahr endgültig im Ensemble der Spurs angekommen sein, und auch die Tabellensituation sieht längst nicht mehr so alarmierend aus wie nach der bitteren 0:6-Niederlage gegen City vor knapp drei Wochen.

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