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Patrick Ebert beginnt sein zweites Jahr bei Valladolid ähnlich stark wie das erste aufhörte. Nicht nur deswegen gibt es Vergleiche mit dem schussstarken Niederländer.

KOLUMNE
Von Martin Ernst

Wirklich ähnlich sehen sich Patrick Ebert und Arjen Robben nicht - hier die notorische Kurzhaarfrisur des Niederländers, dort der nach oben wallende Blondschopf des Deutschen. Nun ja, Vergleiche ist der Ex-Herthaner nach seinem starken letzten Jahr in Spanien längst gewohnt: „Messi? Cristiano? Nein, Ebert!" titelte die Marca im Januar. Ebert hatte da gerade mit zwei Toren und einem Assist gegen RCD Mallorca auf sich aufmerksam gemacht.

Fast zehn Monate zieht man einen neuen Vergleich: "Er macht den Robben", kommentierte das Sportblatt nachdem Valladolid vergangenes Wochenende 3:0 bei Rayo Vallecano gewann und Ebert sein Team mit einem sehenswerten Freistoß in Front brachte. Eine Woche zuvor war ihm beim 2:2 gegen Celta de Vigo mit einem Kunstschuss ins linke Eck sechs Minuten vor Schluss der wichtige Ausgleich gelungen.

Ganz hinkt der Vergleich also nicht: Wie der Holländer nach seiner Ankunft bei den Bayern ist auch Ebert für sein Team zu einer spielentscheidenden Personalie geworden. Seit seiner Rückkehr nach Muskelproblemen am fünften Spieltag stehen zwei Assists und zwei Treffer zu Buche. Letztjahresaufsteiger Valladolid verlor seitdem nur noch gegen die beiden Tabellenführer Barcelona und Atletico und holte sieben seiner elf Saisonzähler.

Vom Absteiger zum Überflieger

Bundesliga
La Liga
109 für Hertha BSC
Liga-Spiele 31 für Real Valladolid
7 (16) Tore (Assists)
9 (11)
7583 (1083)
Minuten (pro Tor)
2439 (271)*
*Quelle transfermarkt.de

Fakt ist: So gut wie in Spanien war Ebert noch nie. Schon letzte Saison war der Potsdamer die Überraschung der Primera Division, nun scheint der Mittelfeldspieler nahtlos an seine Leistungen aus dem Vorjahr anzuknüpfen, die im Sommer unter anderem Atletico Madrid als Interessenten auf den Plan gerufen hatten. Ebert blieb, könnte nächsten Sommer aber wieder zum begehrten Transferobjekt werden.

Gegen Real Sociedad holte die "Pucela" Mittwochnacht zum dritten Mal in fünf Wochen einen 0:2-Rückstand auf. Beinahe hätte der Potsdamer auch noch Saisontreffer Nummer vier und die Führung erzielt, aber der Robben-Vergleich hatte dann doch noch Bestand - als Ebert in der Schlussminute vom Elfmeterpunkt an Keeper Bravo scheiterte. Bleibt Ebert in La Liga, könnte es aber schon bald den nächsten Vergleich geben.

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