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Auch im dritten Anlauf verpassen Mesut Özil und Sami Khedira mit Real Madrid den Einzug ins CL-Finale. Erneut war es ein Team aus der Heimat, dass den Königlichen im Wege stand.

Madrid. Wunder gibt es bekanntlich immer wieder, auch und vor allem im Fussball. Auf nicht mehr und nicht weniger hofften auch Mesut Özil und Sami Khedira diese Woche: Nach der 1:4-Schlappe in Dortmund benötigte Real Madrid im heimischen Bernabeu eine Mischung aus remontada und milagro, um den Traum von La Decima am Leben zu erhalten. Zumindest zeitweise schnupperte Real sogar am Wunder, jeweils in der Anfangs- und Schlussviertelstunde.

"Explosiver Beginn und Wahnsinnsende - aber die Tore bleiben ohne Belohnung"

Mit einem Video-Clip hatten sich die Real-Stars im Vorfeld an den Anhang gewandt, wohl wissend, dass die außergewöhnliche Atmosphäre des Bernabeu schon die ein oder andere Überraschung ermöglicht hat. Sami Khedira schwor die Fans ein: „Real Madrid hat einige magische Nächte im Bernabeu erlebt, und wir werden unser Äußerstes geben, dieser Liste eine weitere hinzuzufügen.” Allerdings musste Khedira beim Projekt Wiedergutmachung vorerst von der Bank aus zusehen (Modric startete neben Alonso), wie seine Kollegen einen Blitzstart hinlegten, über magische Ansätzen aber nicht hinaus kamen.

Drei große Chancen in der Anfangsviertelstunde hätten die Weichen für Real tatsächlich auf „Wunder“ stellen können, aber Roman Weidenfeller bremste die Kavallerie: Nachdem schon Higuain und Ronaldo früh am BVB-Keeper gescheitert waren, vergab Mesut Özil in der 16. Minute die dritte dicke Möglichkeit auf das so wichtige frühe Tor, schoss mit links am kurzen Pfosten vorbei. Es hätte der Wendepunkt sein können, auch weil Kollege Ronaldo in der Mitte frei stand. „Hier schien die Aufholjagd schon ihr Ende gefunden zu haben“, fasste die Marca den frühen aber erfolglosen Sturmlauf der Königlichen zusammen.



Assist zum Nur-beinahe-Wunder

Dabei zeigte sich der Ex-Bremer wie die gesamte Mannschaft stark verbessert, begann nominell in der zentralen Offensive, suchte mit der ihm eigenen Dynamik aber auch erfolgreich den Weg über die Flügel und inspirierte das Offensivspiel. Mit der sinkenden Hoffnung auf die Wende tauchte aber auch Özil ab. In die Nähe von magisch kam die Partie erst 10 Minuten vor Schluss nochmal – Özil, auf rechts steil geschickt, bediente trocken Benzema in der Mitte zum 1:0. Kurz darauf hämmerte Sergio Ramos nach einer Ecke das Spielgerät zum 2:0 ins Dortmunder Netz.

Die viel beschworene remontada, sie lag im Madrider Stadtteil Chamartin plötzlich wieder in der Luft. Die späten Angriffswellen der Madrilenen verebbten in den verbleibenden Minuten aber ebenso wirkungslos wie in den zentralen Phasen der Partie. Daran konnte auch der für Alonso eingewechslte Sami Khedira nichts ändern, der in den Schlussphase eine gewohnt gute Figur als laufstarker Balleroberer im Mittelfeld abgab.

"Explosiver Beginn und Wahnsinnsende - aber die Tore bleiben ohne Belohnung", schrieb El Pais angesichts des Spielverlaufs. Nur eines mehr und Real hätte es im dritten Anlauf endlich ins ersehnte Finale geschafft. Den Königlichen bleibt der Trost, dass kampflos anders aussieht. Angepeitscht vom Anhang im heimischen Bernabeu haben Mourinhos Männer am Wunder zumindest gekratzt: „Schade. Aber die Stimmung war unbeschreiblich. Vielen Dank an alle Real-Fans. Gratulation an Borussia Dortmund“, bedankte sich Özil auf seiner Facebook-Seite.

Weil La Liga bereits entschieden ist, geht es für Real nun nur noch um die Copa del Rey: Im Finale geht es gegen den Stadtrivalen Atletico. Auf Wunder und Magie werden die Königlichen dann weniger angewiesen sein.

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