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In unserer wöchentlichen Serie schauen wir auch auf die Insel und berichten über die deutschen Profis, die ihr Glück in England suchen.

London/Astana. Es ist eine Zeit her, dass Lukas Podolski im Mittelpunkt dieser kleinen wöchentlichen Betrachtung stand, und wenn von ihm die Rede war, hieß es oft: Gerade nicht in Form, nicht von Beginn an dabei, wie so oft früh ausgetauscht, nun verletzt. Beim FC Arsenal hat der polnische Ur-Kölner nicht wirklich von sich reden gemacht in der letzten Zeit, sein letzter Ligaeinsatz von Beginn an war Ende Januar.

Fit für Kasachstan

In der Nationalelf ist dieser Zustand schon länger der Fall: Löw verzichtete in den letzten vier Pflichtspielen auf ihn in der Startelf, und wenn er kam, war die Leistung oft nicht gerade ansprechend. In den letzten Wochen plagte Poldi sich zudem noch mit einer Krankheit und einer Knöchelverletzung, doch laut DFB-Bulletin ist das nun auskuriert: Der „Prinz“ sei fit, hieß es.

Da ist es doch wieder mal Zeit, etwas zu zeigen: Andre Schürrle, der Podolski zwischenzeitlich den Rang auf der linken Außenbahn abzulaufen drohte, ist im Formtief – das wäre doch die Gelegenheit für Jogi Löw, seinem einstigen Stammspieler eine Chance von Beginn an zu geben, beispielsweise in der offensiven Dreierreihe mit Özil und Reus – ganz vorn wäre dann für den Spanien- und Falschen-Neuner-Freund Jogi immer noch Platz für einen Götze.

Selbstvertrauen tanken

Man mag ihn gern mal wieder in schwarz-weiß jubeln sehen, ihn, dem auch mal vorgeworfen wurde, er treffe mit Vorliebe gegen die Kleinen. Na bitte! Die Gelegenheit, Podolski gegen die Kasachen, ob im Hin- oder Rückspiel, etwas Selbstvertrauen tanken zu lassen, das der Instinktfußballer auf dem Platz braucht wie die Luft zum Atmen - sein letztes Tor für Deutschland machte er bei der EM im vergangenen Sommer.

Klappt es mal wieder mit dem Treffer im DFB-Dress, dann ist vielleicht an dieser Stelle demnächst wieder Anlass, Podolskis Großtaten bei Arsenal zu feiern. Den Gunners täte das in dieser entscheidenden Phase der Saison mehr als gut, doch noch wichtiger wäre es für ihn selbst, bevor sich der Strudel aus leichten Verletzungen, Pausen in der Premier League und Torflaute wirklich gefährlich zu drehen beginnt.

Seine Gesamtbilanz bei Arsenal ist mehr als passabel. Einst zu Bayernzeiten war er für Deutschland über alle Zweifel erhaben, doch im Verein lief es nicht - nun ist es eher umgekehrt, doch für den gereiften Nationalspieler sollte beides möglich sein, und aus dem einen könnte dann auch wieder das andere folgen.

EURE MEINUNG: Was denkt Ihr über Podolskis jüngste DFB-Bilanz?

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