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Podolski? Zuletzt Bankdrücker, nun verletzt. Marin? Kaum Einsätze. Holtby? Noch nicht in der Startelf. Es sind die weniger beachteten Deutschen, die längst England erobert haben.

London. Zugegeben: Robert Huth als „Kleinen“ zu bezeichnen, das geht eigentlich gar nicht. Weder ist der Ex-Nationalspieler von geringer Körpergröße, der 1,91-Mann überragt einige im Team, noch ist er als Leistungsträger bei einem Premier-League-Verein als „kleine Nummer“ zu bezeichnen.

Die „großen Namen“ stagnieren

Doch wie soll man sie nennen, die derzeitigen Stammspieler unter den Deutschen, die sich in Englands höchster Klasse tummeln? Es sind eben nicht die mit den klangvollen Namen: Ein Marin packt es nicht wirklich bei Chelsea, beim derzeit verletzten Podolski geht die Leistungskurve nach unten und Gerüchte über einen baldigen Abschied werden bereits laut, Juventus soll um den „Prinzen“ buhlen.

Gleiches gilt für den allerdings meist startenden Mertesacker, an dem nun sogar Wolfsburg baggern soll. Als Innenverteidiger in der wackligen Defensive der Gunners genießt er bei den Fans nicht wirklich hohes Ansehen, obwohl er meist noch zumindest solide agiert, so auch gestern beim großen Weckruf für schludrige Bayern. Trotzdem pfeifen die Spatzen seinen Abschied bereits seit längerem von den Zinnen der St. Paul's Cathedral - defensive Runderneuerung ist das Stichwort bei Arsenal.

Wechselgerüchte sind keine Vertrauensbeweise

Nun wissen wir in diesen medial beschleunigten Zeiten, was solche Gerüchte wert sind. Aber einen Ritterschlag stellen die Wechselmutmaßungen bei beiden deutschen Arsenal-Profis nicht gerade dar. Lewis Holtby (heute im großen Goal.com Exklusiv-Interview) genießt nach dem recht frisch vollzogenen Wechsel zu den Spurs noch Welpenschutz, doch fix in der Startelf der derzeitigen „Könige von London“ ist er noch längst nicht.

Im Gegensatz zu Sascha Riether: Der Rechtsverteidiger ist in allen Begegnungen für Fulham aufgelaufen bisher, 32 Mal von Beginn an. Das ist eine Leistung für den Noch-Leihspieler des FC, die sich sehen lassen kann. Er belegt mit den Cottagers vor Huths Stoke derzeit den zehnten Rang, auch das ist respektabel.

Huth muss aussetzen

Bleibt Keeper Gerhard Tremmel, der als Nummer zwei nach Swansea kam und dort immerhin im Pokal eingesetzt wurde, am Ende mit den Walisern den League Cup holte, dazu während Vorms Verletzung eine Serie von sechs ungeschlagenen Spielen in Serie verzeichnete.

Nicht die großen Namen sind es also, die aus deutscher Sicht überzeugen auf der Insel. Das sollte Ansporn sein dafür, dass sich auch Poldi, Merte und Co. demnächst wieder in die Schlagzeilen kicken können. Huth ist derzeit dazu nicht in der Lage: Er wurde wegen eines Ellbogenschlags im Spiel gegen Riethers Fulham zuletzt nachträglich gesperrt und ist erst im übernächsten Spiel wieder dabei.

EURE MEINUNG: Wem der genannten "großen Namen" traut Ihr demnächst am meisten zu?

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