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Für die meisten der deutschen England-Gastarbeiter hatte das Wochenende Besonderes parat – zwei trafen und waren besonders glücklich.

London. Inmitten von all dem Trubel um Champions League, BVB, Real vs. United fiel eine Sache auf: Alle deutschen Profis, die in der Premier League kicken, haben frei, was die Königsklasse angeht.

Der Reihe nach: Lukas Podolski durfte auch in der Liga pausieren und tritt erst nächste Woche mit Arsenal gegen die Bayern an - er verbringt seine Zeit im Augenblick scheinbar lieber damit, per Taxi durch die Londoner Metropole zu fahren.

Marko Marin ist mit Titelverteidiger Chelsea bereits draußen und war ohnehin nicht unbedingt für die Rolle als Superheld dort vorgesehen, doch von ihm wird noch die Rede sein.

Holtby draußen - „dank“ Drogba

Und die anderen? Nun ja, Robert Huth ist ein Koloss von einem Mann, ein beinharter und furchtloser Innenverteidiger, der wie vor zwei Wochen auch mit Mega-Platzwunde weiterspielt. Huth ist auch gern mal gefährlich bei Standards (wovon ebenfalls noch die Rede sein wird...), aber eben nicht gerade abonniert auf die Champions League mit seinen Potters aus Stoke. Dasselbe gilt für Sascha Riether mit Fulham, Lewis Holtby, Neu-Spur, hätte jetzt theoretisch noch dabei sein können, wenn nicht der FC Chelsea in Person von Didier Drogba den Bayern dahoam so dermaßen in die Suppe gespuckt hätte, dass am Ende Tottenham doch draußen und die Blues dabei waren in Europas Elite. Mit Betonung auf „waren“, wie die Zeit zeigte.

Per spielt die Routine aus

Und damit also zurück in die Vergangenheit: Letztes Wochenende holte Arsenal ein hart erkämpftes 1:0 bei Sunderland, und die verletzungsgebeutelten Gunners waren froh – über den knappen Sieg, darüber, dass Wilshere am Ende doch nicht schwer verletzt war, und auch über eine präsente und routinierte Leistung von Per Mertesacker, der defensiv die dringend benötigte Klasse doch sehr viel öfter zeigt als vermissen lässt. Chapeau, Per.

Es muss nicht immer Beletage sein

In Stoke holten die Potters um Huth zur gleichen Zeit nach sechs sieglosen Spielen endlich wieder einen Dreier, und es war dem Deutschen vorbehalten, die Führung per Kopf nach Eckball zu markieren – und sich zum unumstrittenen Spieler des Spiels zu krönen. Huth hielt seine Farben schadlos gegen Pogrebnyak und weitere gefährliche Angreifer, und so steht am Ende des 26. Spieltages der achtbare zehnte Rang, der Stoke zwar nicht wirklich für die Champions League in Stellung bringt, doch es gibt auch andere Freuden im Fußball als die absolute Beletage.



Marin macht den Deckel drauf

Der Schlusspunkt aus deutscher Sicht blieb in England jedoch dem Kleinsten vorbehalten: Marko Marins 4:1 gegen Wigan machte den Deckel drauf für die Blues - und es war nicht nur seine Pflichtspieltorpremiere für Chelseas erste Mannschaft, sondern sogar ein Kopfball, mit dem er in der in der 92. Minute erfolgreich war. Mit 1,70 Meter nicht schlecht, und wenn man die Entschlossenheit, mit der er sich in den Flugkopfball warf, als gutes Omen für seinen Durchsetzungswillen nimmt, dann ist Marins Weg an der Stamford Bridge noch lange nicht zu Ende.

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