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Das Jahr in Madrid wird nicht ruhiger für Mesut Özil. Vor allem der Trainer der „Königlichen“ steht in der Presse unter Beschuss.

Madrid. Sogar der allmächtige Florentino Perez, Präsident von Real Madrid, sah sich genötigt, eine Pressekonferenz abzuhalten. Die spanische Sportzeitung Marca hatte in dieser Woche von einem Zerwürfnis zwischen den Real-Spielern um Sergio Ramos und Iker Casillas auf der einen und Trainer Jose Mourinho auf der anderen Seite berichtet. Angeblich hätten die Real-Stars mit einem Ultimatum die Ablösung des Coaches gefordert und ansonsten mit ihrem Abgang gedroht. „Alles nicht wahr“, lautete die Antwort des Präsidenten – und auch Mesut Özil musste in dieser Woche wieder einmal ein paar Dinge gerade rücken.

MADRID UND MOURINHO

„Schnell der Depp“

„In der Kabine lachen wir schon darüber, was alles geschrieben wird. Für mich zählt nur, dass wir uns intern respektieren. Spieler und Trainer. Und das ist der Fall“, sagte Özil der Bild am Sonntag. Wie schon mehrmals in dieser Saison musste der deutsche Nationalspieler die extremen Meinungen der spanischen Presse zu den Real-Profis erklären. „Wenn man hier drei gute Aktionen hat, wird man gefeiert. Wenn es nicht läuft, ist man schnell der Depp“, so der Mittelfeldmann.

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„Sehr direkt und immer ehrlich“

Der Depp ist in dieser Saison für die Medien auf der iberischen Halbinsel vor allem Trainer Jose Mourinho, der aufgrund des großen Rückstandes in der Meisterschaft auf den FC Barcelona stark in der Kritik steht. Durch den Tausch im Tor – Antonio Adan für Klub-Legende Iker Casillas – hat sich der Portugiese noch stärker angreifbar gemacht. Doch für Özil ist der Coach ein wichtiger Baustein seiner Entwicklung: „Der Trainer weiß, was ich kann. Er redet oft mit mir. Er ist sehr direkt und immer ehrlich. Das schätze ich“, stellte Özil Mourinho ein gutes Zeugnis aus.


„Können jeden schlagen“

Selbst das 5:0 in Valencia am Wochenende in der Liga hat bei Real nicht für mehr Ruhe gesorgt. Der Titel in der Primera Division ist in Madrid schon abgehakt und in der Champions League wartet mit dem Achtelfinale gegen Manchester United ein echter Kracher auf die Spanier. „Wir können jeden schlagen und ich glaube, wir sind jetzt reif für den Titel“, stellte Özil allerdings im Interview mit Blick auf die „Königsklasse“ fest.

„Torgefährlicher werden“

Beim Sieg in Valencia lieferte Özil zwei Vorlagen ab und wurde gegen Luka Modric in der zweiten Halbzeit ausgetauscht, als die Partie schon beim Stand von 5:0 längst entschieden war. „Ich war zweimal in Folge bester Vorbereiter der Liga. Aber ich sollte noch etwas torgefährlicher werden; bei Real mal im zweistelligen Bereich treffen. Ich weiß, dass ich das kann“, will sich Özil in Zukunft nicht mehr so stark auf die Assists konzentrieren, sondern selbst vor dem gegnerischen Tor gefährlich werden. Und wenn das klappt, könnte auch der Druck auf Trainer und Mannschaft wieder deutlich abnehmen.

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