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Unser wöchentlicher Blick nach England und auf die Geschichten rund um die deutschen Profis in der Premier League.

London. Der Deutsche an sich kann gut mit Geld – so sagt man ja, und in Wirtschaftsdingen genießt Deutschland weltweit nach wie vor Respekt und Anerkennung. Beides hat sich Per Mertesacker bereits auf sportlichem Weg beim FC Arsenal erworben, nun möchte Coach Arsene Wenger auch auf die Finanzkompetenz des 1,98-Mannes bauen.

Mertesacker kassiert

Es geht darum, die Strafen einzutreiben, die bei den Gunners  für die kleinen „Vergehen“ fällig werden – Wengers Begründung kam folgerichtig: „Die Deutschen sind die einzigen, die in Europa noch Geld verdienen, deshalb habe ich ihn ausgewählt“, schmunzelte der Franzose bei einer Pressekonferenz.

Mertesacker kassiert also ab, wenn beispielsweise Zeitung in der Kabine gelesen wird – 120 Euro. Vergehen gegen die Kleiderordnung werden mit demselben Betrag geahndet, ist man nicht im Kader und bleibt dem Spiel fern, sind 1200 Euro fällig.

Stress mit dem Maulwurf

Warum das nicht nur hier, sondern europaweit in den Zeitungen zu lesen ist? Nun ja: Beim FC Arsenal gibt es einen Maulwurf, angeblich ein Freund eines Vereinsmitarbeiters, der sich in die Kabine schlich und sowohl Taktiktafel als auch den ominösen Strafenkatalog ablichtete, der kurz darauf im Netz auftauchte.

Nicht schön für einen Verein, der große Probleme hat und als derzeit Sechster nicht unbedingt voll auf Kurs Königsklasse segelt. Daher ist ein Unbekannter, der Interna an die Presse weitergibt, so ungefähr das Letzte, was Arsenal gerade benötigt.



Genug Probleme...

„Das ist frustrierend, weil ich finde, dass man ein Recht auf Privatsphäre in der Kabine hat. Wenn das nicht respektiert wird, ist das eine Enttäuschung“, seufzte Wenger in derselben Pressekonferenz.

Doch größere Probleme als der Maulwurf macht die zwischenzeitliche Formkrise der Londoner Protagonisten, die Abwesenheit von Gervinho (Africa Cup), die Verletzung Artetas, Podolskis Krankheit und die mangelnde Abgeklärtheit und Breite im Kader, in solchen Durststrecken trotzdem effektiv und erfolgreich zu sein.

Gut, dass man sich da wenigstens in Finanzdingen auf Per Mertesacker verlassen kann – und meist ja auch in der Abwehr...

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