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Der Dribbler wurde für sein fieses Foul beim Startelfdebüt mit Chelsea harsch kritisiert, aber sein Spiel war nicht vollends schlecht. Seither gab es Kurzeinsätze.

London. Wird das eine ähnliche Geschichte wie Nuri Sahins Missverständnis bei Real Madrid und nun in Liverpool? „Von einem, der auszog, Demut zu lernen“ - die Abwandlung des Märchentitels könnte man so oder so ähnlich auch auf die beiden ehemaligen Bundesligakicker anwenden, doch wenn man auf Marko Marin schaut, ist seine bisherige Zeit beim FC Chelsea zwar eine einzige Enttäuschung, doch die Chance auf ein Happy End in der Premier League ist nicht völlig ausgeschlossen.

Übermotivierter Start

Das Startelfdebüt des 23-Jährigen bei der peinlichen 0:1-Heimniederlage gegen Schlusslicht QPR vor einer Woche passte auf den ersten Blick schon zu den bisherigen Eindrücken eines Missverständnisses. Kaum drei Minuten waren gespielt, als Marin einem verlorenen Ball hinterhergrätschte, als gebe es kein morgen, Stephane Mbia mit gestrecktem Bein erwischte und dankbar sein durfte, dass er nicht mit Rot und anschließender Sperre von fünf Spielen vom Platz flog.

„Das ist England“, mag er gedacht haben, aber dieses Einsteigen bewies auch, dass da jemand unbedingt zeigen wollte, dass er alles gibt, wichtig sein will für den Verein, der ihm vertraute, trotz eher mäßigen Leistungen zuvor, und den er keineswegs verlassen will, auch nicht für eine Leihe, wie er noch jüngst beteuerte.

Klasse blitzte auf

Danach jedoch blitzte immer wieder der Marin auf, den die Fans wirklich sehen wollen: Dribblings auf Außen, die für den Gegenspieler schlicht zu schnell gingen, gute Standards und starke Hereingaben, denen nur die richtige Vollendung seitens eines Stürmers fehlten.

Chelsea FC SO GEHT'S WEITER
Chelseas anstehende Aufgaben
12.01. Stoke City (A)
19.01. FC Arsenal (H)
22.01. Swansea City (A)
29.01. FC Reading (A)
02.02. Newcastle United (A)

Damit hat er seine Visitenkarte abgegeben und sollte nun ganz schnell die nächste Möglichkeit nutzen, um dem ihm definitiv eher zugetanen Benitez nachhaltig ins Gedächtnis zu rufen, dass er zum Teamerfolg nicht nur beitragen will, sondern auch kann. Gegen Southampton beim 5:1 hieß es dann wieder: Zurück ins Glied - ein Kurzeinsatz in der zweiten Hälfte, ohne nennenswerte Höhepunkte, ebenso bei der 0:2-Hinspielniederlage im Capital One-Cup gegen Swansea.

Gelingt demnächst, vielleicht nochmal von Beginn an, mal eine Partie aus einem Guss, könnte aller Spott ganz schnell verflogen sein, denn vom Tribünenkandidat zum Reservisten zum Brutalo-Buhmann zum Heilsbringer – solche Entwicklungen finden in der Premier League mitunter innerhalb weniger Wochen statt, doch derzeit ist er Mitläufer. Immerhin.

EURE MEINUNG: Packt es Marin noch bei den Blues?

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