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Der Deutsche wurde von der Presse als einer der Sündenböcke für den schwachen Saisonstart in der Liga herausgepickt. Jetzt hat er sich zu den medialen Vorwürfen geäußert.

Madrid. Real Madrid liegt in der spanischen Primera Division schon elf Punkte hinter dem FC Barcelona zurück. Für den Vorjahresmeister muss nun schon ein kleines Wunder her, um den Erzrivalen davon abzuhalten, in dieser Saison vor den „Königlichen“ in der Tabelle zu landen. Und wenn es bei Real nicht läuft, müssen in der spanischen Presse Schuldige gesucht und gefunden werden – und in dieser Saison ist oft Mesut Özilzur Zielscheibe der Kritik geworden.

Perfekte Bilanz

In einem großen Interview im kicker äußerte sich der Mittelfeldstar nun zum bisherigen Saisonverlauf und antwortete auf die Kritik. Auf dem Platz lieferte er seine Antwort mit dem Tor zum 2:0 im Derby gegen Atletico Madrid am vergangenen Wochenende. „Das Tor und der Sieg im Derby waren etwas Besonderes für mich. Danke an alle Fans, die mich immer unterstützt haben“, schrieb Özil hinterher bei Facebook. Es war für den Deutschen der siebte Sieg im siebten Duell gegen Atletico.

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Sündenbock gesucht

So gut wie gegen den Stadtrivalen lief es für Real und Özil nicht immer in dieser Spielzeit. „Wir haben diese Saison zu oft als Mannschaft unsere Qualität nicht umgesetzt, viele einfache Fehler gemacht und dadurch Gegentore kassiert“, stellte er im Interview fest. Das Versagen des Teams in manchen Partien wurde dann auch an Özil festgemacht. „Wir haben den Saisonstart verpatzt. Dann werden einzelne Spieler herausgepickt. Das sind leider häufig Sami Khedira und ich“, ergänzte der Mittelfeldspieler.


Verzerrte Wahrnehmung

Die Kritik an seiner Person ließ Özil nicht stehen. „Wenn ich so schwach wäre, wie manche mich gemacht haben, hätte ich den Job bei Real nie bekommen – und würde vom Trainer auch nicht so oft aufgestellt“, so der Madrilene. Und neben der aus seiner Sicht ungerechten Beurteilung seiner Leistungen passt es Özil auch nicht, dass die Medien vor allem auf die Geschichten rund um die Real-Stars aufspringen, wenn es nicht läuft. „Wenn ich manche deutschen Zeitungen lese, dann muss hier alles ganz schlecht und fürchterlich sein – das ist es aber gar nicht. Läuft es mal nicht so gut, ist das eine Riesen-Geschichte“, stellte Özil fest.

Die Messlatte liegt hoch

Für den Deutschen ist klar, warum die Kritik in dieser Saison so stark auf ihn einprasselt: „Mein erstes Jahr bei Real war unglaublich gut, wir wurden Pokalsieger. In der zweiten Saison wurden wir Meister, ich habe die meisten Tore der Liga vorbereitet. Damit liegt die Latte sehr hoch, allgemein erwarten die Leute nun immer außergewöhnliche Leistungen. Normal zu spielen ist nicht mehr genug“, so Özil.

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