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Im Duell mit dem Bundesligisten war es der deutsche Nationalspieler, der den Schlusspunkt setzte. Richtig zufrieden war er nach dem Abpfiff aber trotzdem nicht.

Madrid. Bei Mesut Özil gibt es eigentlich wenig zwischen den Zeilen zu lesen, wenn sich der deutsche Nationalspieler von Real Madrid äußert. Es sind klare Antworten und kurze, klare Sätze, die er den Journalisten meist nicht besonders begeistert liefert. Nach dem 2:2 in der Champions League gegen Borussia Dortmund war das zunächst nicht anders. „Man muss auch Dortmund ein Kompliment machen: Sie haben wirklich bis zur letzten Minute gekämpft“, stellte Özil bei Sky fest.

Genau gezirkelt

Dem Lob für den Gegner folgte die Analyse des Spiels aus Sicht der Madrilenen: „Natürlich war es unser Ziel, das Spiel zu gewinnen. Letztendlich können wir zufrieden sein. Wir haben ja auch spät das 2:2 gemacht“, sagte Özil hinterher. Dafür verantwortlich war er selbst, der in der 89. Minute einen Freistoß genau unten rechts im Tor versenkte, wobei BVB-Keeper Roman Weidenfeller nicht besonders gut aussah.

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Die Art und Weise ist entscheidend

„Natürlich freue ich mich, dass ich ein Tor gemacht habe. Aber das Wichtigste ist, dass wir einen Punkt geholt haben“, beleuchtete Özil hinterher auch seine persönliche Situation. Keine besonders interessanten Aussagen, doch was viel interessanter war, war die Art und Weise, wie der Deutsche ansonsten mit den Journalisten umging. Außer dem Interview für Sky, der Firma, die ihn vermarktet, war er zu keinem Gespräch bereit.


Verbaler Konter

Nach der anhaltenden Kritik in der spanischen Presse, die ihm wahlweise Party-Priorität, Lustlosigkeit oder eine Formkrise vorwarf, nutzte er zunächst nicht die Chance, um die Vorwürfe nach seinem Tor auch verbal zu kontern. Doch mit ein paar Stunden Abstand kamen auf einmal doch noch ein paar Kommentare von Özil, die durchaus Spielraum für Interpretationen liefern.

„Fit und bereit“

„Ich widme dieses Freistoßtor allen Fans von Real. Dieses Tor zeigt, dass man belohnt wird, wenn man fit ist und bereit ist, bis zur letzten Minute zu kämpfen“, schrieb Mesut Özil bei Facebook. Und es bedarf nicht viel Fantasie, um bei den Worten „fit“ und „bereit“ die Retourkutsche an die Presse in Bezug auf die Form und die Lustlosigkeit zu entdecken. Mesut Özil hat in dieser Woche seine Antwort geliefert – erst auf dem Platz und dann im Netz.

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