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Was ist los mit den deutschen Gastarbeitern auf der Insel? Im allwöchentlichen Check schauen wir nach England - heute auf Marko Marin, der bei Chesea kaum wahrgenommen wird.

London. Das ist doch schon merkwürdig: Seit Wochen wartet man nun darauf, hier vielleicht mal ein paar Worte über Marko Marin verlieren zu dürfen. Ja genau, über den ehemaligen Gladbacher/Bremer/Nationalspieler, der vor der Saison zum FC Chelsea wechselte, um dort aus seinem Talent mehr Kapital zu schlagen als bei den Grün-Weißen, die ihn für um die zehn Millionen Euro verpflichtet hatten.

Vorerst kein Özil-Effekt

Am Ende erwies sich das Ganze eher als Missverständnis, Marin spielte selten konstant, alle waren glücklich, als der in England auch mal als „German Messi“ betitelte Zauberzwerg für eine ähnliche Summe Richtung Chelsea aufbrach. Viele unkten damals, dass dieser Verein eine Nummer zu groß sei, er dort keine Rolle spielen würde – andere hielten dem entgegen, dass das ja auch bei Özils Wechsel zu Madrid gesagt worden sei.

Nun denn: Marin hatte eine passable Vorbereitung, bekam dort Einsätze, traf sogar – und verletzte sich dann am Oberschenkel, mehrere Wochen Pause zum Saisonauftakt, großes Pech. Noch größeres Pech, dass sich in der Rekonvaleszenzphase Marins die „Blues“ als Team fanden, Hazard, Oscar und Mata brillierten, und das auf Positionen, die der deutsche Mittelfeldallrounder gern bekleidet – rund um den Sechzehner.

Verfahrene Lage für „Marin, das unbekannte Wesen“

An allen Genannten ist das Vorbeikommen schwer – Marin ist inzwischen gesundet, kämpft seither jedoch um die Kaderzugehörigkeit, kümmerliche 22 Minuten im League Cup und eine Halbzeit in der Reserve stehen zu Buche für den 23-Jährigen.

In Chelsea-Blogs wurde bereits gerätselt, dann kam Hoffnung auf: „Es gibt verschiedene Anzeichen, dass ein erwachsenes Exemplar der Spezies Marko Marin in der Gegend um West London gesichtet wurde. Auch wenn man sich dieser seltenen und sensiblen Spezies nicht ohne entsprechende Autorisierung nähern sollte (Marins sind sehr empfindlich, was die Zerstörung ihres Lebensraums, Wilderei sowie Oberschenkelverletzungen betrifft), darf man sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, eine der seltensten Fußballer-Spezies auf diesem Planeten zu beobachten“, kommentierte weaintgotnohistory.com gleichermaßen bissig wie unvergleichlich die erste Kaderberufung Marins. Gegen United im Pokal kam nun die zweite dazu - ohne Einsatz in 120 Minuten.

Chelsea FC SO GEHT'S WEITER
Chelseas anstehende Aufgaben
31.10. ManUnited (H)
03.11. Swansea City (A)
07.11. Shakhtar Donezk (H)
10.11. FC Liverpool (H)
17.11. WBA (A)
20.11. Juventus Turin (A)

Nur „blauer Traum“?

Die 21 bei den Blues hat überdurchschnittlich lange gebraucht, um die hartnäckigen Verletzungen loszuwerden, doch auch wenn sein Körper ihn demnächst nicht mehr im Stich lassen sollte, wird es vermutlich sehr schwer für ihn, in diesem Team einen Fuß auf den Rasen zu bekommen. Hat er sich also verhoben bei seinem blauen Traum von der Premier League? Letztlich waren wohl auch die Umstände nicht einfach, doch im Winter wird für einen fitten Marin eventuell die Frage eines Leihgeschäfts im Raum stehen - vielleicht in nächster Zukunft seine einzige Chance, wieder regelmäßig zu spielen.

EURE MEINUNG: Was würdet Ihr Marin raten?  Kann er noch bei Chelsea durchstarten?
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