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In unserer Serie über deutsche Spieler im Ausland diesmal ein Blick auf Marko Marin, der nach guter Vorbereitung endlich bei Chelsea durchstarten will - das Duell mit Poldi wartet.

London. Es wollte bisher einfach nicht losgehen für Marko Marin. Acht Millionen Euro legte der FC Chelsea hin für den quirligen Flügelspieler, der zu Beginn seiner Karriere auch mal den klangvollen Spitznamen „German Messi“ verpasst bekommen hatte und einer der frühen Überraschungstransfers in der letzten Wechselperiode war. Nun griff er beim 6:0 gegen Wolverhampton im League Cup ab der 70. erstmals ein und überzeugte durchaus.

Geduld gefragt

Kleinere Verletzungen und Muskelbeschwerden hemmten Marin bisher, für seinen neuen Verein Einsatzzeit zu sammeln, aber die Blues haben inzwischen einen mehr als passablen Start hingelegt und waren zu Beginn ohnehin völlig im Hazard-Taumel. Es schien, als habe der Belgier dem Ex-Bremer als Neuankömmling bereits jeglichen Rang abgelaufen, bevor der überhaupt eingreifen konnte.

Marin brennt auf Einsätze

Doch nun meldete sich Marin forsch zu Wort, wurde zitiert mit Statements wie: „Wenn man die Premier oder die Champions League gewinnen will, braucht man viele Spieler!“ Klar, er brennt auf Einsätze und will besonders in Deutschland allen beweisen, das er das Zeug dazu hat, auch bei den Großen zu bestehen. Sein Image auf der Insel war ja immer schon erheblich besser als hier, wo vielen nicht entgangen war, wie seine hoffnungsvoll gestartete Karriere seit dem Wechsel zu Bremen zu stagnieren schien.

Treffen mit Poldi & Merte

Die Gelegenheit, sich zu zeigen, ist nun natürlich reizvoll: Am Samstag gastiert man im Stadtduell beim FC Arsenal mit Podolski und Mertesacker, die derzeit eindrucksvoll vormachen, wie man als deutscher Profi in der Premier League glänzt - doch Marins Aufgabe scheint schwerer, der Weg in die erste Elf viel weiter nach einer zwar starken Vorbereitung, doch der Zug zum Saisonstart fuhr ohne ihn ab.

Dennoch könnte sich vieles zum Guten wenden für den 23-Jährigen – dann, wenn er es schafft, beim amtierenden Champion in Europa eine Rolle zu spielen. Nach einem Einsatz bei den Reserves und im erwähnten League Cup-Spiel ist nun die Premier League der nächste Schritt. Die Konkurrenz im offensiven Mittelfeld zentral wie außen ist prominent: Hazard, Mata, Sturridge, Oscar sind nur ein paar der Namen, an denen sich Marin messen lassen muss. Über Einwechslungen Aufmerksamkeit erzeugen: Das sollte weiterhin das Rezept des gebürtigen Bosniers sein, auch mal starten zu dürfen, um seinem Ziel, in England bei den Großen zu bestehen, einen Schritt näher zu kommen.

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