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Eine Verletzung kostete den Ex-Bremer fast die komplette Rückrunde, die EM verlief ohne Einsatz, doch nun baut man in London wieder auf den Verteidiger - mit Erfolg.

London. Noch keine Minute hat Per Mertesacker in der laufenden Saison für den FC Arsenal versäumt. So kann sich der Wind drehen: Bei seiner Debütsaison für die Gunners setzte Arsene Wenger zwar von Anfang an ebenfalls auf den Nationalverteidiger, doch der benötigte einen Weile, um in der Premier League Fuß zu fassen.

Wackel-Start vergessen

Verständlich, doch die Fans sahen ihn zu Beginn kritisch, kritisierten ihn nach Patzern teils heftig, dann folgte in der Rückrunde die üble Knöchelverletzung - bis dahin hatte er nach dem vierten Spieltag 20 von 21 Partien bestritten, doch die Verletzung verdammte ihn nicht nur zum Zusehen, sondern hinderte ihn letztlich auch daran, ernsthaft um einen Platz in Deutschlands Innenverteidigung bei der EM zu kämpfen, auch wenn er alles dafür getan hatte, rechtzeitig wieder bereit zu sein.

Mertesacker scheint viel besser gerüstet, sowohl in der Liga als auch in Europa, und die defensive Stabilität, die bisher charakteristisch für den Start der Gunners war, steht in krassem Gegensatz zum Chaos der letzten Saison.“
- Josh Clarke, Goal.com UK
Nase vorn

Dennoch könnte sich die Fitness, die sich der ehemalige Werderaner in der Vorbereitung für die EM so eisern antrainiert hat, nun zum großen Plus für ihn herausstellen: Kollege Koscielny kämpfte zum Saisonstart seinerseits mit kleineren Verletzungsproblemen, Mertesacker war da und scheint nun gesetzt. Zusätzlich ist er beinahe rührend um die Eingliederung seines Nationalmannschaftskameraden Lukas Podolski bemüht, warb am Anfang um Verständnis, lobt bei jeder Gelegenheit dessen Offenheit und Qualität – schaut man auf die Entwicklung des „Prinzen“ (drei Tore in den letzten drei Spielen), scheint dieses Unterfangen vollends geglückt.

Hinten sauber

Podolski ist auf dem Weg zum Fanliebling, das braucht Mertesacker gar nicht – allein die Tatsache, dass er zum verlässlichen und stabilen Stammspieler avancierte, dürfte ihm vollends genügen, und die Zahlen, Noten und Kritiken weisen genau das aus: Wackler und Fehler sind in seinem Spiel selten geworden. Auch die gerade mal zwei Gegentore in fünf Spielen sprechen diese Sprache. Die neue Stabilität in der Defensive führen viele auch auf den Einfluss vom neuem Assistenztrainer Steve Bould zurück, der sich einst als Verteidiger fast schon einen legendären Status bei den Gunners erspielte und dort zuletzt als Jugendtrainer Erfolge feierte.

Gegen City die große Bewährungsprobe

Nun fehlten die ganz großen Bewährungsproben bisher noch in der jungen Saison, doch das soll sich ändern: Am Sonntag steht die Reise zum Meister Manchester City an. Dort wird sich dann zeigen, wie weit der umformierte Kader der Gunners bereits ist und ob Per Mertesacker wieder seine Verlässlichkeit unter Beweis stellen kann – gegen eine der besten Offensiven der Liga.

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