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Das Ergebnis stimmte, auch wenn die Leistungen gegen zwei schwächer eingeschätzte Gegner selten überragend waren. Jetzt geht es für das Real-Duo zurück in den harten Alltag.

Madrid. Mit der Favoritenrolle kennen sich Mesut Özil und Sami Khedira bestens aus. Mit Real Madrid sind die beiden deutschen Nationalspieler fast jede Woche in der spanischen Primera Division zum Siegen verdammt. Und durch den Aufschwung der DFB-Elf ist es inzwischen auch der Fall, dass Spiele wie die beiden Duelle in der WM-Qualifikation gegen die Färöer-Inseln und Österreich als Pflichtaufgaben gesehen werden.

Vorwürfe wegen des Auftritts

Diese beiden Pflichtaufgaben löste Deutschland in den letzten Tagen – wenigstens vom Ergebnis her. Dass das Spiel der Löw-Truppe dabei vor allem im Match gegen Österreich alles andere als souverän war, steht auf einem anderen Blatt. Doch dieses Blatt wurde nach dem Schlusspfiff in Wien gerne hervorgezaubert, um den DFB-Kickern Vorwürfe zu machen. Und auch das müssten Özil und Khedira aus ihrer spanischen Wahlheimat kennen.

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Drei Tore

„Der Spielmacher bot sich vielfach an, suchte aber meist die komplizierte Lösung und vertändelte deshalb zu viele Bälle“, schrieb der kicker über Özils Leistung beim schmeichelhaften 2:1-Sieg gegen Österreich. Dabei hatte der Real-Mittelfeldspieler den Elfmeter zum zwischenzeitlichen 2:0 verwandelt und damit seinen dritten Treffer in der WM-Quali nach seinem Doppelpack gegen die Färöer erzielt. Also eher Gegenwind statt Rückenwind für den Wiedereinstieg bei Real?

„Keine Maschine“

Özil lässt die öffentliche Kritik meist kalt. „Ich bin ein Mensch und keine Maschine“, hatte der ehemalige Bremer in der letzten Woche erklärt. „Sami und ich wissen, dass wir bei Real im Training immer Gas geben müssen“, ergänzte er. Die Übungseinheiten bei Coach Jose Mourinho in der spanischen Hauptstadt zählen – und nicht ein Quali-Spiel gegen einen der berühmten „Fußball-Zwerge“, wie die Färöer.

Lob für Khedira

Özils Kollege Sami Khedira konnte beim schwachen DFB-Auftritt immerhin ein paar Pluspunkte verzeichnen. Er trat so auf, wie es auch die Real-Verantwortlichen aus den Liga-Spielen gewohnt sind: Mit Körpereinsatz – und ohne sich zu verstecken. „Der einzige deutsche Feldspieler, der eine Präsenz auf dem Platz ausstrahlte, auch wenn ihm längst nicht alles gelang. Bemühte sich wenigstens um Ordnung und Struktur“, lautete das freundliche Urteil des kicker. Spätestens am Samstag wird das Spiel gegen Österreich allerdings schon wieder vergessen sein: Dann geht es für Real beim FC Sevilla zur Sache – und Mesut Özil und Sami Khedira wollen mit Rückenwind in der Startelf stehen.

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