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Was ist los mit den deutschen Gastarbeitern auf der Insel? Im allwöchentlichen Check schauen wir nach England und nehmen heute Merte und Poldi unter die Lupe.

London. Eine Situation wie gemalt für Lukas Podolski: Rückkehr in die kölsche Heimat – mit seinen Gunners! Beim Testspiel im Rhein-Energie-Stadion konnte der Prinz Lokalkolorit und sportlichen Anspruch perfekt unter einen Hut bringen, sich noch einmal gebührend verabschieden und mit zwei Treffern gleich mal seine Ansprüche im Angriff des FC Arsenal demonstrieren.

Akzeptanz wächst

Es blieb eine bewegende Rückkehr an die alte Wirkungsstätte: „Das geht runter wie Öl. Mir haben die Haare hochgestanden, ich hatte eine Gänsehaut und würde am liebsten weinen“, so „Poldi“ nach dem Spiel: „Ich habe zwei Tore geschossen, gehe mit dem fremden Trikot in die Kurve, und alle stehen auf und singen meinen Namen. Das hat mich sehr berührt.“ Noch lieber wird es ihm sein, dass auch die Arsenal-Fans ihn bereits voll akzeptiert zu haben scheinen – und die Gazetten waren voll von seinem Konterfei: „Wer braucht schon van Persie?“, so der Tenor. Lob vom Trainer gab's obendrauf.

Auch Merte obenauf

Auch Per Mertesacker war mit von der Partie und bereitete den ersten Treffer von Vermaelen mit einem Kopfball vor, freute sich nachher über den gelungenen Ausstand seines Landsmannes und hofft ansonsten auf einen Startplatz bei Saisonstart. Den Wechsel zu den Gunners bereut er nicht im Geringsten: „Das ist die Liga, in der ich immer spielen wollte. Ich bin super glücklich und auch meine Familie fühlt sich pudelwohl. Wir wollen am liebsten so lange bleiben, wie mein Körper den Belastungen der Premier League standhält“, sagte er nach der Partie der Kreiszeitung Syke.



Ob er von Beginn an aufläuft, wenn es gegen Sunderland am kommenden Samstag in der Premier League losgeht, hängt auch von Laurent Koscielny ab, der verletzt bei der französischen Nationalmannschaft abreiste, an einer Wadenverletzung laboriert. Mit Podolski ist jedoch wohl zu rechnen. Beiden räumte Jogi Löw eine Pause im DFB-Dress ein: Sie sollen sich in London auf den Kampf um die Plätze konzentrieren, statt gegen Argentinien zu testen.

Marin: Pause statt Supercup

Mit Marko Marin ist es eine andere Sache: Er muss sich prinzipiell erst wieder für einen Platz in der Nationalmannschaft empfehlen – mit starken Leistungen beim FC Chelsea, doch ob er die Einsätze bekommt? Fest steht, dass der Ex-Werderaner keine schlechte Vorbereitung hatte, sein Englisch soll bereits passabel sein, er traf im Test gegen Seattle, verletzte sich dann jedoch am Oberschenkel und musste beim Community Shield gegen ManCity (2:3) bereits passen. Ob er nun zum Auftakt gegen Wigan dabei sein wird, ist abzuwarten, doch die Geschichte, die die Deutschen in der Premier League noch schreiben wollen, scheint einen positiven Grundtenor zu bekommen.

EURE MEINUNG: Wer wird in dieser Saison von den Dreien am meisten überzeugen?
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