Unsere Legionäre: Mesut Özil gibt ein „Solokonzert“

Der „Mozart“ im Real-Trikot spielte groß auf, doch am Ende reichte es für sein Team nicht. Das lag allerdings nicht am Regisseur, sondern am abgeklärten Gegner.

Von Daniel Buse

Mesut Özil schirmt den Ball gegen Thiago ab
Getty
Barcelona. Nicht nur Real Madrid war gefordert, auch und vor allem Mesut Özil war gefragt. Nach dem 1:2 im Hinspiel des Viertelfinales des spanischen Pokals stand Real Madrid am Mittwoch vor der schweren Aufgabe, beim FC Barcelona zwei Tore zu erzielen, um doch noch eine Runde weiter zu kommen. Die „Königlichen“ erzielten die beiden benötigten Treffer – aber Barca auch. Deshalb war nach dem 2:2 im Camp Nou Endstation für Özil und Co, doch der deutsche Nationalspieler setzte immerhin ein Ausrufezeichen.

Im Hinspiel nur Ersatz

Özil war im Vorfeld des „Clasicos“ von den Medien vorgeworfen worden, im Duell mit dem großen FC Barcelona zu selten zu glänzen. Im Hinspiel ließ Real-Trainer Jose Mourinho den Deutschen zunächst nur auf der Bank. Und nach seiner Einwechslung tat Özil wenig dafür, dass Mourinho ihm größeres Vertrauen schenkt. Doch am Mittwoch durfte er trotzdem von Anfang an ran – und überzeugte.

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„Der leuchtende Turm“

Er überzeugte vor allem die spanischen Zeitungen. „Der Deutsche war der leuchtende Turm in der besten Real-Elf der jüngsten Vergangenheit“, schrieb El Mundo. Das eine hatte dabei augenscheinlich mit dem anderen etwas zu tun: Ist Özil gut drauf, läuft es auch bei Real. „Eine Kunst-Vorführung“, nannte die Zeitung den Auftritt des Mittelfeldspielers, der in Spanien gerne als „Mozart“ bezeichnet wird.

Lattenkracher und Assist

Passend dazu nannte die Sportzeitung AS den Özil-Auftritt „ein Solokonzert“. Der Nationalspieler sorgte mit einem krachenden Lattenschuss in der ersten Halbzeit für ein Highlight des Spiels und bereitete auch das 1:2 von Cristiano Ronaldo mit einem perfekten Zuspiel vor. Alles, was eine Woche zuvor in Madrid nicht klappte, ging in Barcelona auf. Die Dribblings saßen, Özil leistete sich kaum Ballverluste und schirmte die Kugel immer wieder gegen mehrere Gegenspieler gut ab.



Mit dem Druck gut umgegangen

„Er ging sensationell mit dem von Barca ausgeübten Druck um“, notierte El Mundo. Özil war der Mann des Spiels – und wäre es auch gewesen, wenn der FC Barcelona am Ende mit 2:0 gewonnen hätte. „Özil war der beste Spieler auf dem Platz. Dort, so sonst Messi, Iniesta und Xavi zaubern, zauberte am Mittwoch Özil“, verteilte die Sportzeitung Marca das größtmögliche Lob an den Real-Regisseur.

Eure Meinung: Wie habt Ihr den Auftritt von Mesut Özil im Clasico gesehen?

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