Unsere Legionäre: Özil, Sahin, Khedira und ein halber Verlierer im Clasico

Die Woche in Spanien stand im Zeichen des „Clasico“. Doch für die vier Ex-Bundesliga-Spieler war es keine schöne Woche – denn das Duell brachte für sie eine große Enttäuschung.

Von Daniel Buse

Mesut Özil von Real Madrid
Getty
Madrid. Das Spiel der Spiele in Spanien wurde für Real Madrid – mal wieder – zu einer Enttäuschung. Trotz einer 1:0-Führung zur Halbzeit unterlagen die „Königlichen“ im Viertelfinale der Copa del Rey dem FC Barcelona mit 1:2 und haben durch diese Niederlage schlechte Karten auf den Einzug in die folgende Runde. Und auch die vier ehemaligen Bundesliga-Spieler um Mesut Özil konnten der Partie ihren Stempel nicht aufdrücken.

Kein schlechter Vertreter

Für Sami Khedira war das große Duell gegen die Katalanen schon lange vor dem Anpfiff gelaufen, denn der Mann aus dem defensiven Mittelfeld hatte sich vor einer Woche beim Auftritt in Malaga verletzt und musste passen. Als Vertretung schickte Real-Trainer Jose Mourinho wie erwartet Lass Diarra aufs Feld – und der Franzose machte seine Sache nicht überragend gut, aber auch nicht schlecht. Die Rufe nach Khedira werden deshalb nicht besonders laut sein, wenn der Deutsche wieder fit ist. Das Rückspiel im Camp Nou in einer Woche kommt für ihn in jedem Fall aber noch zu früh. Wer nicht spielt, kann beim Trainer nicht punkten: Khedira ist deshalb ein Verlierer des Clasico.

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Zweikämpfer statt Spielmacher

Mourinho wollte mit der Aufstellung überraschen – und das tat er auch. Doch vor allem nicht den FC Barcelona, sondern eher Mesut Özil, der sich zu Spielbeginn auf der Bank wiederfand. Der Coach wählte die destruktivere Variante mit Pepe im Mittelfeld und verzichtete erst auf seinen Spielmacher. In der 66. Minute kam Özil doch noch aufs Feld, aber er war nur in ganz wenigen Szenen zu sehen und bestätigte seinen Ruf, kein Einwechselspieler zu sein. Mit ihm wurde das Real-Spiel nicht besser, aber auch nicht schlechter. Wirkungslos – und daher ein Verlierer der Partie.

Nicht im Kader

Noch schlimmer sah es für Nuri Sahin aus, der nicht einmal im Kader stand. Stattdessen vertraute Mourinho im Mittelfeld lieber auf Esteban Granero, der in der Schlussphase ebenfalls zum Einsatz kam. Ein deutliches Zeichen – und Sahin damit ein Verlierer des Clasico.



Überraschung für Altintop

Seinen ersten Einsatz in der Startelf absolvierte hingegen völlig überraschend Hamit Altintop. Der ehemalige Bayern-Spieler durfte von Anfang ran, nachdem er zuvor nur insgesamt 29 Minuten für die „Königlichen“ auf dem Platz gestanden hatte. Mourinho hatte für ihn die Rechtsverteidiger-Position vorgesehen, die er auch schon öfter bei Bayern eingenommen hatte, obwohl er sich selbst klar als Mittelfeldspieler sieht.

Im direkten Duell gegen Andres Iniesta zeigte Altintop dabei zwar wenig Angst, aber er musste in der ersten Halbzeit zwei Großchancen für Barcelona zulassen und rückte beim entscheidenden 1:2 zu weit ein. In der Offensive zeigte er bei der Vorarbeit von Benzemas Pfostenkopfball seine Stärken, doch insgesamt bewarb sich der türkische Nationalspieler mit seinem Auftritt nicht um einen weiteren Einsatz auf dieser Position. Im Mittelfeld kann man ihn vielleicht gebrauchen, doch dort herrscht bei Real sowieso ein Überangebot. Immerhin machte Hamit Altintop nach langer Zeit wieder auf sich aufmerksam – und er ist deshalb nur ein halber Verlierer des großen Duells.

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