thumbnail Hallo,
Nadine Angerer: Torhütern und Spielführerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft

Nadine Angerer rät schwulen Profis zum Outing

Nadine Angerer: Torhütern und Spielführerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft

Getty

Die deutsche Nationaltorhüterin hat nach ihrem Bekenntnis zur Bisexualität überwiegend positive Erfahrungen gemacht.

Stockholm. Nationaltorhüterin Nadine Angerer, die sich 2011 zu ihrer Bisexualität bekannt hat, rät homosexuellen Fußballern zum Outing. Die 34-Jährige habe damit positive Erfahrungen gemacht und empfiehlt auch den Männern, offen zu ihrer Sexualität zu stehen.

"Ich habe ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen. Eigentlich hatte ich auch mit negativen Reaktionen gerechnet, aber die sind ausgeblieben", sagte Angerer der Sport Bild (Mittwochsausgabe). Dass es Fußballerinnen leichter falle, sich zu ihrer Homosexualität zu bekennen, glaubt sie nicht: "Vielleicht haben sie sich gar nicht leichter getan, sondern waren einfach mutiger."

Ihrer Meinung nach sollte es kein Problem sein, wenn sich ein schwuler Fußballer outet: "Grundsätzlich muss jeder selbst die Entscheidung treffen. Ich würde aber raten, es zu tun, egal welche negativen Folgen es eventuell haben könnte, weil ich es am wichtigsten finde, sich selbst immer treu zu bleiben."

Angerer nimmt derzeit mit der DFB-Auswahl an der Europameisterschaft in Schweden teil. Nach dem Turnier wechselt die 120-fache Nationalspielerin vom 1. FFC Frankfurt in die australische Damenliga zu Brisbane Roar.

EURE MEINUNG: Sollten schwule sich tatsächlich outen?

Dazugehörig