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Kein Erfolgserlebnis zum Auftakt für den amtierenden Europameister Deutschland: Gegen Holland war man mit dem 0:0 noch gut bedient.

Vaxjö. Die deutschen Fußballerinnen haben einen Fehlstart in die EM-Endrunde in Schweden hingelegt. Die Titelverteidigerinnen kamen in ihrem ersten EM-Spiel gegen die Niederlande nicht über ein 0:0 hinaus. Dabei war die DFB-Elf sogar die schwächere Mannschaft und war mit dem Ergebnis gut bedient.

Das deutsche Team, das im schwedischen Växjö seine erste Endrundenpartie seit dem enttäuschenden Viertelfinal-Aus bei der Heim-WM vor zwei Jahren absolvierte, zeigte eine ganz schwache Vorstellung. Durch das Remis hielt aber immerhin eine andere Serie: Die Deutschen, die noch nie ihr erstes EM-Spiel verloren haben, sind seit über 20 Jahren und nunmehr 27 Partien bei einer EM ungeschlagen. Im anderen Spiel der deutschen Gruppe trennten sich Norwegen und Island 1:1 (1:0).

Niederlande-Taktik geht auf

Die Mannschaft Neids, die nur noch neun Europameisterinnen von 2009 und zehn Teilnehmerinnen der WM 2011 in ihren Kader berufen hatte, konnte keinen Druck auf das gegnerische Tor ausüben. Die defensiv ausgerichtete Kontertaktik der Niederländerinnen, die es bei der EM vor vier Jahren immerhin ins Halbfinale geschafft hatten, ging voll auf. In der 17. Minute wäre Oranje durch einen Distanzschuss von Lieke Martens sogar fast in Führung gegangen. Fünf Minuten später musste Torhüterin Nadine Angerer bei einem Kopfball von Kirsten van de Ven erneut parieren.

Auch Mitte der ersten Hälfte löste sich die Verkrampfung im deutschen Spiel nicht, die unzufriedende Neid wurde an der Seitenlinie immer lauter. Erst in der 29. Minute sorgte Nadine Keßler wieder für einen Hauch von Gefahr vor dem holländischen Tor. Danach agierten die Deutschen wieder unkonzentriert, schläfrig und zweikampfschwach, dennoch vergab Dzsenifer Marozsan wenige Sekunden vor der Pause die Chance zur Führung.

Kreativität und Zug fehlte

Zu Beginn der zweiten Hälfte brachte Neid die lange verletzte Simone Laudehr für die schwache EM-Hoffnungsträgerin Keßler. Innenverteidigerin Annike Krahn biss trotz einer Knieverletzung auf die Zähne und spielte weiter. Am schwachen Auftritt der Deutschen änderte sich allerdings nichts. Es fehlte weiter jede Kreativität im Offensivspiel, Manon Melis vergab sogar die Großchance zur Führung für die Niederländerinnen (62.). Auch im Anschluss konnte sich die die DFB-Elf nicht steigern.

In den weiteren Partien der Gruppe B treffen die Deutschen, die im Fall des Titelgewinns die EM-Rekordprämie in Höhe von 22.500 Euro pro Spielerin kassieren, am Sonntag in Växjö auf Island (20.30 Uhr/ZDF) und am 17. Juli in Kalmar auf Norwegen

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