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Die Frauen-WM ist vorbei: Was bleibt?
Fast vier Wochen lang haben die Menschen in Deutschland ausgelassen gefeiert. Es war Frauen-WM, Japan hat gewonnen. Und nun? Was bleibt?
Von Andreas Becker
Takashi Sugiyama
Berlin. Mehr als 15 Millionen Zuschauer sahen am Sonntag das Finale der Frauenfußball-WM in Deutschland zwischen den USA und Japan. Das entsprach einem Marktanteil von 46,6 Prozent. 15 Millionen Zuschauer! Also vor knapp vier Wochen die WM in Berlin mit der Partie zwischen Deutschland und Kanada eröffnet worden war, wagte keiner daran zu glauben, dass das Turnier eine solche Resonanz haben würde.

Unglaubliche Quoten
Und das, obwohl Deutschland schon längst nicht mehr dabei war. Die Elf von Trainerin Silvia Neid war im Viertelfinale an Japan gescheitert, die später gegen die USA den Titel holten. Der Gastgeber gehörte zu den großen Enttäuschungen dieser WM. Die deutsche Mannschaft scheiterte an der großen Erwartungshaltung. Der dritte WM-Titel in Folge sollte her, das Interesse der Medien und der Fans waren enorm.
Deutschland versagen die Nerven
Am Ende war der öffentliche Druck aber wohl zu groß. Schon in der Gruppenphase merkte man der Neid-Elf an, dass sie nicht voll bei der Sache war. Neben dem sportlichen Misserfolg kamen noch die Debatte um Kapitänin Birgit Prinz sowie die Kritik an Bundestrainerin Neid hinzu. Am Ende war die Last größer als die Lust. Auch der große Favorit Brasilien spielte nicht so befreit auf, wie man es sonst von den Südamerikanerinnen kennt. Zudem machte sich Starspielerin Marta, mit ihrem oft arrogant wirkenden Auftreten, keine Freunde unter den Zuschauern.

Japan überrascht sich selbst
Doch es gab auch viele positive Überraschungen: Weltmeister Japan zum Beispiel. Keiner hatte die Asiatinnen zum Favoritenkreis gezählt, und sie sich selbst auch nicht. „Wir kamen nach Deutschland, um unter die letzten vier Mannschaften zu kommen, nun sind wir Weltmeister geworden. Ich kann es noch gar nicht richtig glauben“, sagte die zur besten Spielerin des Turniers gewählte Homare Sawa.
Solo wird zum Liebling der Massen
Es war das Kollektiv, das die Asiatinnen so stark gemacht hat. Aus einem stabilen Gerüst heraus, und gespickt mit individuellen Spitzenspielerinnen wie Sawa und Nahomi Kawasumi, hat Japan Angst und Schrecken beim Gegner verbreitet. Es gab bei dieser Weltmeisterschaft noch andere schöne Geschichten, wie die tapfer kämpfenden Spielerinnen von Äquatorialguinea, das schöne Spiel der Französinnen oder die USA, bei denen Torhüterin Hope Solo zum Liebling der Massen aufstieg. Es bleibt aber auch die Nachricht, dass fünf Nordkoreanerinnen gedopt waren oder die schlechten Leistungen der Schiedsrichter. Man erinnere sich nur an Ungarns Schiedsrichterin Gyoengyi Gaal, die das sekundenlange Handspiel von Bruna aus Äquatorialguinea im Spiel gegen Australien übersah.

Alle tanzen und feiern
Doch am Ende überwiegt nur das Positive dieser WM. Die Stadien waren zu 86 Prozent ausgelastet, die Fans feierten auf Fanmeilen und in den Kneipen und nicht nur beim Finale wurden sensationelle TV-Quoten erzielt. „La Olas" schwappten durch die Stadien, die Schwedinnen tanzten auf dem Rasen und selbst die als zurückhaltend geltenden Japanerinnen ließen nach dem Finalsieg ihrer Freude freien Lauf.
Enger zusammengerückt
Auch sportlich hat sich einiges getan. Bei zurückliegenden Turnieren galten immer wieder die gleichen Mannschaften, wie die USA, Deutschland, Brasilien und Schweden als die Favoriten. Die WM hat jedoch gezeigt, dass es keine kleinen Teams mehr gibt. Auch bei den Frauen sind alle enger zusammengerückt. Japan, Frankreich und England dürfen spätestens seit dieser WM zur Weltspitze gezählt werden.

Große Hoffnung
„Ich habe schon eine Weltmeisterschaft gespielt, aber was hier in Deutschland los war, ist unbeschreiblich. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, was sie getan haben. Die Stimmung in den Stadien war super. Ich hoffe, das Turnier in Deutschland wirkt sich positiv auf die Zukunft des Frauenfußballs aus“, sagte Schwedens Kapitänin Caroline Seger im exklusiven Gespräch mit Goal.com. Wir hoffen das auch.

Unglaubliche Quoten
Und das, obwohl Deutschland schon längst nicht mehr dabei war. Die Elf von Trainerin Silvia Neid war im Viertelfinale an Japan gescheitert, die später gegen die USA den Titel holten. Der Gastgeber gehörte zu den großen Enttäuschungen dieser WM. Die deutsche Mannschaft scheiterte an der großen Erwartungshaltung. Der dritte WM-Titel in Folge sollte her, das Interesse der Medien und der Fans waren enorm.
Deutschland versagen die Nerven
Am Ende war der öffentliche Druck aber wohl zu groß. Schon in der Gruppenphase merkte man der Neid-Elf an, dass sie nicht voll bei der Sache war. Neben dem sportlichen Misserfolg kamen noch die Debatte um Kapitänin Birgit Prinz sowie die Kritik an Bundestrainerin Neid hinzu. Am Ende war die Last größer als die Lust. Auch der große Favorit Brasilien spielte nicht so befreit auf, wie man es sonst von den Südamerikanerinnen kennt. Zudem machte sich Starspielerin Marta, mit ihrem oft arrogant wirkenden Auftreten, keine Freunde unter den Zuschauern.

Japan überrascht sich selbst
Doch es gab auch viele positive Überraschungen: Weltmeister Japan zum Beispiel. Keiner hatte die Asiatinnen zum Favoritenkreis gezählt, und sie sich selbst auch nicht. „Wir kamen nach Deutschland, um unter die letzten vier Mannschaften zu kommen, nun sind wir Weltmeister geworden. Ich kann es noch gar nicht richtig glauben“, sagte die zur besten Spielerin des Turniers gewählte Homare Sawa.
Solo wird zum Liebling der Massen
Es war das Kollektiv, das die Asiatinnen so stark gemacht hat. Aus einem stabilen Gerüst heraus, und gespickt mit individuellen Spitzenspielerinnen wie Sawa und Nahomi Kawasumi, hat Japan Angst und Schrecken beim Gegner verbreitet. Es gab bei dieser Weltmeisterschaft noch andere schöne Geschichten, wie die tapfer kämpfenden Spielerinnen von Äquatorialguinea, das schöne Spiel der Französinnen oder die USA, bei denen Torhüterin Hope Solo zum Liebling der Massen aufstieg. Es bleibt aber auch die Nachricht, dass fünf Nordkoreanerinnen gedopt waren oder die schlechten Leistungen der Schiedsrichter. Man erinnere sich nur an Ungarns Schiedsrichterin Gyoengyi Gaal, die das sekundenlange Handspiel von Bruna aus Äquatorialguinea im Spiel gegen Australien übersah.

Alle tanzen und feiern
Doch am Ende überwiegt nur das Positive dieser WM. Die Stadien waren zu 86 Prozent ausgelastet, die Fans feierten auf Fanmeilen und in den Kneipen und nicht nur beim Finale wurden sensationelle TV-Quoten erzielt. „La Olas" schwappten durch die Stadien, die Schwedinnen tanzten auf dem Rasen und selbst die als zurückhaltend geltenden Japanerinnen ließen nach dem Finalsieg ihrer Freude freien Lauf.
Enger zusammengerückt
Auch sportlich hat sich einiges getan. Bei zurückliegenden Turnieren galten immer wieder die gleichen Mannschaften, wie die USA, Deutschland, Brasilien und Schweden als die Favoriten. Die WM hat jedoch gezeigt, dass es keine kleinen Teams mehr gibt. Auch bei den Frauen sind alle enger zusammengerückt. Japan, Frankreich und England dürfen spätestens seit dieser WM zur Weltspitze gezählt werden.

Große Hoffnung
„Ich habe schon eine Weltmeisterschaft gespielt, aber was hier in Deutschland los war, ist unbeschreiblich. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, was sie getan haben. Die Stimmung in den Stadien war super. Ich hoffe, das Turnier in Deutschland wirkt sich positiv auf die Zukunft des Frauenfußballs aus“, sagte Schwedens Kapitänin Caroline Seger im exklusiven Gespräch mit Goal.com. Wir hoffen das auch.
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