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Scolari und Thiago Silva per Hubschrauber nach Belo Horizonte

Brasilien reist erst kurzfristig zum Halbfinalspiel gegen Deutschland an. Trainer Scolari verzichtet auf Abschlusstraining am Spielort.

Teresopolis. Einen Tag später als üblich, aber dann mit einem Vorabkommando, reist Brasilien am Montag zum Halbfinal-Klassiker gegen Deutschland an. Trainer Luiz Felipe Scolari und der gesperrte Kapitän Thiago Silva fliegen per Hubschrauber als erste vom WM-Quartier in Teresópolis nach Belo Horizonte, um die Pflicht-Pressekonferenz einen Tag vor dem Spiel zu abzuhalten.

Scolari verzichtet auf ein Abschlusstraining im Mineirão-Stadion und lässt die letzte Übungseinheit, um das Team taktisch und personell nach dem WM-Aus des verletzten Neymar und der Gelbsperre für Thiago Silva umzustellen, am späten Montagvormittag im WM-Basecamp vor den Toren Rio de Janeiros bestreiten. Erst danach macht sich die Mannschaft auf den Weg zum Halbfinal-Ort.

Brasilien fährt kritischen Kurs gegen FIFA

Dass zur Pressekonferenz, die von der FIFA verbindlich vorgeschrieben ist, kein Spieler kommt, der am Dienstag gegen die Deutschen antreten könnte, wird von der heimischen Presse als Retourkutsche gegen den Weltverband angesehen. Kritikpunkte der Brasilianer gegen die FIFA sind die Ansetzung von vor allem europäischen Schiedsrichtern, die Fouls gegen die Seleção kaum pfeifen würden, sowie die harte Strafe gegen Pressesprecher Rodrigo Paiva, der nach einer Handgreiflichkeit gegen einen chilenischen Spieler beim Achtelfinalerfolg der Seleção am 28. Juni für weitere drei Spiele gesperrt worden war.

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