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Bastian Schweinsteiger vor Halbfinale: "Alle sehr traurig" über Neymar-Ausfall

Der 29-Jährige wäre lieber auf ein Brasilien in Bestbestzung getroffen. Den Fokus auf den Einzug ins Endspiel stört das nicht, Joachim Löw will wieder "aufsässige" Spieler sehen.

Santo Andre. Noch ein Schritt fehlt der deutschen Nationalmannschaft bis zum Endspiel der WM 2014. Ausgerechnet Gastgeber Brasilien muss im Halbfinale am Dienstag (ab 22 Uhr im LIVE-Ticker) noch aus dem Weg geräumt werden. Bastian Schweinsteiger betonte vor dem Duell, dass die Selecao nicht mehr nur ein Team von Ballzauberern sei: "Die Mannschaft hat sich verändert und spielt ein bisschen anders als die brasilianischen Mannschaften aus der Vergangenheit."

Mit Neymar fällt nun auch noch der Akteur aus, der sein Spiel am ehesten über filigrane Elemente definiert. "Wir sind alle sehr traurig, dass Neymar nicht spielen kann. Es ist immer am besten, wenn alle großen Spieler auf dem Platz stehen", so Schweinsteiger.

Bereit für alle Umstände

Bei allem Mitgefühl für Neymar liegt der Fokus jedoch uneingeschränkt auf dem Final-Einzug - und der Münchener ist körperlich auf der Höhe: "Ich fühle mich sehr gut, bin bereit auch mehr als die 90 Minuten zu gehen. Obwohl ich natürlich hoffe, dass wir es vorher entscheiden."

Bundestrainer Joachim Löw hob indes noch einmal die positiven Aspekte aus dem Viertelfinal-Erfolg über Frankreich hervor: "Wir haben sehr aufsässig gespielt, ihnen immer im Nacken gesessen", lobte Löw laut rp-online und fügte an: "Das war in der Defensive eine sehr, sehr gute Leistung."

Ausdruck neuer Prioritäten des deutschen Federführers, der auf dem Weg zum Titel effektive Abwehrarbeit dem schönen Spiel in die Spitze voranstellt. Innenverteidiger Mats Hummels, gemeinsam mit Manuel Neuer der absolute Matchwinner im Viertelfinale, stellte fest: "Man kann nicht mit zwei Gegentoren im Schnitt Weltmeister werden."

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