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Netzer über FC Bayern: "Alles infrage zu stellen wäre absurd"

Die Chancen aufs Double sind in München längst nicht erloschen, trotzdem hadern Kritiker mit dem Trainer und auch die Spieler äußern Unmut. Günter Netzer beschwichtigt.

München. Am Samstag wurde dem FC Bayern München die Schale überreicht, nachdem der Rekordmeister bereits nach dem 27. Spieltag nicht mehr einzuholen war. Am kommenden Samstag können die Münchner gegen Borussia Dortmund mit dem DFB-Pokal zudem das Double gewinnen.

Die Kritik an Pep Guardiolas Spielweise nach dem Ausscheiden gegen Real Madrid in der Champions League findet Günter Netzer nicht gerechtfertigt. Netzer betont: "Trotz der brisanten Situation ist Dortmund für mich nicht der Favorit." Bei knapp 70 Prozent Ballbesitz im eigenen Stadion verloren die Bayern gegen Real mit 0:4.

Guardiola ist Maß der Dinge

"Ich kann mich auch nicht der Meinung anschließen, dass Guardiolas System seit den Real-Spielen entschlüsselt sei. Alles infrage zu stellen wäre absurd", verdeutlicht der 69-Jährige seinen Standpunkt, erklärt in der Bild: "Bei einem weiteren Misserfolg innerhalb weniger Wochen würden diese Fragen natürlich nicht verstummen, vielleicht sogar lauter werden."

Netzer ist mit Blick auf das Endspiel jedoch zuversichtlich: "Die Bayern haben in dieser Saison schon gezeigt, wie schön und begeisternd ihr Fußball sein kann." Das Paradebeispiel sei der Auftritt gegen Manchester City gewesen: "Ein Lehrbeispiel für Guardiolas Fußballideen. Viel besser geht es nicht. Da müssen die Bayern wieder hin und dann sind sie auch die Besten der Welt."

Die zuletzt immer wieder lauter gewordenen Wechselgedanken einiger Spieler sieht der ehemalige ARD-Experte nicht dramatisch: "Ich glaube nicht daran, dass Thomas Müller sich ohne große Not bei einem neuen Verein auf unbekanntes Terrain begibt. Der FC Bayern bietet den Spielern ein kleines Paradies."

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