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Vor WM: Brasilien schickt 30.000 Soldaten an die Grenze

Todesfälle auf den Baustellen in den Spielorten sorgen bereits seit langem für Unruhen. Nun lässt die Militäraktion der Präsidentin aufhorchen.

Brasilia. Brasilien hat knapp fünf Wochen vor dem Beginn der Weltmeisterschaft (12. Juni bis 13. Juli) 30.000 Soldaten zur Sicherung des Landes an die Landesgrenze entsandt. Armee, Marine und Luftwaffe sind im Einsatz, um die 16.886 km lange Grenze zu den zehn Nachbarstaaten zu überwachen.

Die international koordinierte Operation ist Teil eines strategischen Sicherheitsplans, der von Präsidentin Dilma Rousseff im Juni 2011 angekündigt wurde. Der Militäreinsatz hat zum Ziel, Drogen- und Waffenhandel, aber auch illegale Einwanderungen zu stoppen.

Unruhen nehmen zu

Daneben soll aber auch die medizinische Versorgung von bedürftigen Gemeinden sichergestellt werden. Ein ähnlicher Sicherheitsplan war bereits 2013 beim Confed Cup als Testlauf für dieses Jahr durchgeführt worden.

Erst am Mittwoch kündigte Brasiliens Bundespolizei an über einen Streik während der Weltmeisterschaft nachzudenken. Die Polizisten verlangen eine Gehaltserhöhung.

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