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Bayer Leverkusen: Vertrag des gefeuerten Hyypiä könnte sich verlängern - Völler droht Strafe

Aufgrund einer Klausel könnte Hyypiäs Vertrag sich demnächst verlängern, während der DFB gegen Rudi Völler ermittelt.

Leverkusen. Kuriose Situation beim Bundesligisten Bayer Leverkusen: Der Vertrag des am Samstag entlassenen Teamchefs Sami Hyypiä würde sich offenbar automatisch bis Juni 2015 verlängern, falls der Werksklub am Saisonende unter den ersten Vier steht. Dies berichten übereinstimmend der kicker und die Bild.

Bayer Leverkusen teilte auf SID-Anfrage mit, dass man sich grundsätzlich zu Vertragsdetails nicht äußere.

Der 40-jährige Hyypiä, der einen Tag nach der 1:2-Pleite am Freitag bei Abstiegskandidat Hamburger SV entlassen worden war, hatte bei Bayer ein Arbeitspapier bis 2015, das aber wohl eine spezielle Klausel enthält. Ab Platz fünf, den Leverkusen aktuell belegt, hätte sich die Laufzeit um ein Jahr verkürzt, so dass in diesem Fall automatisch am Saisonende Schluss gewesen wäre.

Hyballa unterstützt Lewandowski

Sollte Bayer in der Endabrechnung einen der ersten vier Plätze belegen, stünde Hyypiä für die kommende Saison angeblich auch das komplette Gehalt von 1,5 Millionen Euro zu, was sich dann zwangsläufig auch auf die Abfindung auswirken würde. Nach Ostern soll es zwischen allen Beteiligten Gespräche in dieser Angelegenheit geben.

Sein Nachfolger bis Saisonende hat in der Zwischenzeit Unterstützung bekommen: Peter Hyballa (38) wird Co-Trainer bei Bayer und damit Assistent von Interimscoach Sascha Lewandowski. Dies gab Lewandowski am Montagnachmittag offiziell bekannt. Hyballa, der ehemalige Coach von Alemannia Aachen, übernimmt den Job des bisherigen Co-Trainers Jan-Moritz Lichte, der am Samstag ebenso wie Teammanager Sami Hyypiä entlassen worden war.

Ermittlungen gegen Völler

Indes kommt die Schiedsrichter-Kritik vom Wochenende den ehemaligen DFB-Teamchef Rudi Völler möglicherweise teuer zu stehen. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Sportchef von Bayer Leverkusen wegen des Verdachts des unsportlichen Verhaltens eingeleitet. Dem 53-jährigen droht eine Geldstrafe.

Völler hatte am Sonntag in einem Interview mit dem Fernsehsender Sport1 in der Sendung Doppelpass über Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock), der das Spiel zwischen dem Hamburger SV und Bayer (2:1) am vergangenen Freitag gepfiffen hatte, gesagt: "Der 13. Mann des HSV war Herr Dankert. Wenn der HSV den Antrag stellt, dass Herr Dankert noch eines der letzten Spiele pfeift, werden sie definitiv nicht absteigen."

Völler wurde vom Kontrollausschuss zu einer Stellungnahme aufgefordert. Nach Vorliegen der Völler-Erklärung wird der Kontrollausschuss über den Fortgang des Verfahrens entscheiden.

Nachfolgersuche im vollen Gange

Am Montagnachmittag leitete Hyypiäs ehemaliger Partner Sascha Lewandowski, der bis zum Saisonende als Interimstrainer fungiert, erstmals wieder das Training der Bayer-Profis. Aussichtsreichste Kandidaten für den Trainerposten bei Bayer sind der Ex-Bremer Thomas Schaaf und Armin Veh, der zum Saisonende bei Eintracht Frankfurt aufhört. Neuer Assistenztrainer von Lewandowski soll Peter Hyballa (38) werden.

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