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Thomas Müller: "Konnte keiner ahnen, dass es der beste Worst Case wird"

Lange hat es gedauert, nun ist es passiert – die Bayern verlieren wieder ein Spiel. Dabei sah es schon nach einem weiteren Schützenfest aus. Bis der Schlendrian Einzug hielt.

NACHBERICHT
Aus der Allianz Arena berichtet Fabio Porta

"Endlich verlieren die Bayern mal wieder", dürften sich viele gedacht haben. Es war schon fast beängstigend, mit welcher Leichtigkeit der Titelverteidiger von Sieg zu Sieg marschierte, manchmal auch weniger souverän. Sämtliche Verletzungen wurden abgefangen, Spieler eins zu eins ersetzt. Am Dienstagabend sah es gegen Manchester City fast genauso aus – bis Pablo Zabaleta eingewechselt wurde.

In der ausverkauften Allianz Arena machten die Gäste-Fans mächtig Alarm – bis das Spiel losging. Nach nur zwölf Minuten stand es nämlich bereits 2:0. Die Citizens wirkten in der Abwehr völlig überfordert, Thomas Müller und Mario Götze waren die Nutznießer. Das Scheibenschießen konnte fortgesetzt werden – doch nicht mit City!

Dabei sprach wirklich gar nichts für die Gäste aus England, schließlich ließ Manuel Pellegrini mit Sergio Agüero und Alvaro Negredo seine besten Angreifer nicht auflaufen. "Wenn man 2:0 vorne liegt und etwas menschlich veranlagt ist, nimmt man an, dass da nicht mehr viel schief gehen kann und man sich ein 2:3 noch erlauben darf. Dass es der beste Worst Case wurde, das konnte man nicht wissen", fasste Thomas Müller die überraschende Wende zusammen.

Zabaleta nimmt Ribery aus dem Spiel

Erst nach 20 Minuten, als Zabaleta in die Partie kam, wurde City stabil. Der Argentinier unterband sämtliche Angriffe über Franck Ribery, was den Triple-Gewinner teilweise lahmlegte. Vorne setzte der Rechtsverteidiger immer wieder gute Akzente und war einer der besten Akteure auf dem Feld. "Die englische Liga ist sehr gut besetzt. Sie sind immer in der Lage, eine deutsche Mannschaft zu schlagen", lobte Manuel Neuer.

Dennoch war man insbesondere mit dem Unparteiischen nicht einverstanden: "Wir hatten auch ein bisschen Pech beim Elfmeter. Das war eine Situation, wo man nicht unbedingt auf den Punkt zeigen muss, er hat es nunmal getan", fügte der Torhüter hinzu. Müller bezeichnete den Elfmeter zum Ausgleich in der 59. Miunte als "unglücklich".

Unglücklich war auch das Auftreten von Dante und Jerome Boateng, die sich gleich mehrere Fehler leisteten, sei es aufgrund mangelnder Konzentration oder eines guten Gegners. Plötzlich fand sich Guardiola öfter in und außerhalb der Coaching Zone als gewollt, versuchte mit seinen typischen Gesten, der Mannschaft etwas mitzuteilen.



Nur die Rekorde sind "futsch"

"Wir haben es ein bisschen schleifen lassen, vor allem nach der Anfangsphase anders vorgestellt", erklärte Müller, bei dem nach dem dritten Tor die "Alarmglocken losgingen". Der 24-Jährige fügte an: "Außer, dass die Rekorde futsch sind, ist nicht viel passiert und deswegen müssen wir einfach weiterarbeiten."

"Es war nicht die schlimmste Niederlage. Es war wichtig, dass wir das vierte Tor nicht bekommen. Schlimm wäre es gewesen, wenn wir ein viertes Tor kassiert hätten. Jetzt können wir mit einem kleinen Schmunzeln nach Hause fahren", grinste Neuer und verließ die Mixed Zone.

Der FC Bayern gab ein 2:0 aus der Hand, leistete sich viele Fehler und unterschätzte die Truppe von Pellegrini, die mit der Underdog-Rolle prima leben konnte. Am Ende hätte der Bayern-Schlendrian beinahe mit dem Verlust von Platz eins richtig bestraft werden können, doch so bleibt es der berühmte "Warnschuss", den eine wohl unbesiegbare Mannschaft "braucht".

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