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FC Bayern: Wiederholung mit Beigeschmack

Wie im Vorjahr setzte sich der FC Bayern mühevoll im Pokal-Achtelfinale in Augsburg durch. Dabei war auch dieses Mal nicht alles eitel Sonnenschein.

Aus Augsburg berichtet Patrick Reichardt

Augsburg. Bayern München steht nach einem 2:0 (1:0) beim FC Augsburg im DFB-Pokal-Viertelfinale. Zwar schien der Erfolg wie im Vorjahr nie richtig gefährdet, dennoch wurde den Stars alles abverlangt. Es war nicht nur eine Wiederholung von 2012, sondern auch ein symbolischer Auftritt für die Saison. Nicht immer super-super-souverän, aber doch irgendwie unantastbar.

Zur prägende Figur avancierte, obgleich lediglich 16 Minuten auf dem Feld, einmal mehr Arjen Robben. Der Niederländer erzielte zunächst die 1:0-Führung und musste anschließend nach einem rüden Foulspiel von Keeper Marwin Hitz vom Feld. Dieser entschuldigte sich danach gegenüber Goal: "Ich komme zu spät, das war sehr unglücklich. Danach habe ich mich sofort entschuldigt. Es sah sehr böse aus."

Bei Robben wurde eine tiefe, klaffende Risswunde bis ins Kniegelenk diagnostiziert. Damit kann er verfrüht den Weihnachtsurlaub antreten - ihm steht eine Zwangspause von rund sechs Wochen bevor.

Pflicht erfüllt, Lauf im Pokal

Wegen der frühen Verletzung kam Thomas Müller ins Spiel. Dieser erkannte, dass sich mit dem Austausch ein kleiner Bruch auftat: "Ich sah die ersten 20 Minuten die Bälle nur über mich hinwegfliegen. Danach und in der zweiten Halbzeit wurde es besser."

Im Großen und Ganzen war der WM-Torschützenkönig aber zufrieden: "Wir haben unsere Pflicht hier erfüllt. Jeder weiß, dass es in Augsburg immer schwer ist." Die Schwaben seien ein sehr "zielstrebiges, geradliniges Team", das dürfe die Truppe von Markus Weinzierl durchaus "als Kompliment auffassen", tat Müller kund.

Die Verantwortlichen des FC Augsburg zeigten sich zumindest mit der Spielanlage zufrieden. "Wir haben es den Bayern sehr schwer gemacht", betonte Manager Stefan Reuter und fuhr fort: "Das einzige, was gefehlt hat, war ein Tor. Ansonsten konnten wir es gut umsetzen."

Weinzierl und Reuter zufrieden

Auch der Hauptverantwortliche sah es ähnlich: "Wir nehmen viel Selbstvertrauen mit", so Trainer Weinzierl. "Die Art und Weise, wie wir verteidigt haben, war in Ordnung." Nach vorne müsse man "mehr machen, denn die Gegner werden nicht immer so stark sein."

Während Weinzierl und Reuter redeten, verließen Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge die Mixed-Zone ohne jegliche Wortauskünfte zur Partie. "Schönen Abend, die Herrschaften", wünschte Boss Hoeneß. Damit war alles gesagt.


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