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96-Präsident Martin Kind: "Beschämend und niveaulos"

So unterschiedlich können Trainmersichtweisen sein, endet das Spiel torlos. Slomka war enttäuscht und Lieberknecht lobte sein Team, das sich wacker geschlagen hatte.

Hannover. Auch wenn es Gänsehaut-Atmosphäre und leidenschaftliche Zweikämpfe gab, ein Sieger konnte im ersten Niedersachsen-Derby in der Bundesliga seit 37 Jahren zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig beim 0:0 nicht gekürt werden.

Enttäuschung bei Slomka

Mirko Slomka war mit dem Ergebnis ganz und gar nicht zufrieden. Es hätte nach sechs Spielen ohne dreifachen Punktgewinn schon ein Derbysieg sein sollen, der die Wogen geglättet hätte. So sagte der Coach nach dem Spiel: "Ich bin schon enttäuscht, weil wir in der ersten Halbzeit klar besser waren, auch den größten Teil der zweiten Halbzeit." Natürlich bemängelte der Trainer die Chancen, die sein Team leichtfertig liegengelassen hatte. "Wir haben diesen Derbysieg nicht geholt, und das ist unter dem Strich zu wenig. Wir haben unsere Chancen nicht klar genug herausgespielt und deshalb den Sieg auch nicht verdient."

Lieberknecht nicht unzufrieden

Für Slomkas Gegenüber Torsten Lieberknecht von Eintracht Braunschweig war der eine Punkt eher ein gewonnener Punkt. Fußballerische Defizite wurden durch Kampfgeist wettgemacht: "Ich bin nicht ganz zufrieden. Wir haben fußballerisch nicht unser bestes Spiel gezeigt. Wir können es besser. Das Brimborium drumherum hat bei uns keinen kalt gelassen, vor allem nicht meine jungen Spieler. Letztendlich bin ich froh, dass wir uns in dieser Atmosphäre mehr als wacker geschlagen haben."



Kind: "Pyrotechnik beschämend und niveaulos"

Martin Kind, Präsident von Hannover 96, ist absolut kein Freund von Pyros. Und natürlich fragt er auch, wie die "Fans" so viel davon ins Stadion schmuggeln konnten: "Die Choreographie war super - beeindruckend, kreativ. Aber durch den Einsatz der Pyrotechnik haben die Fans die beschädigt. Das ist abzulehnen, beschämend und niveaulos. Das ist so nicht akzeptabel. Die Mehrheit der Fans schweigt. Vielleicht sollte die einfach mal sprechen und Reinigungsprozesse in ihren Strukturen anstreben. Die können nicht erwarten, dass wir das zu Kenntnis nehmen und dann abhaken. Jetzt werden wir analysieren, was passiert ist und wie es möglich war, dass trotz der Kontrollen so viel Pyrotechnik ins Stadion gebracht werden konnte. Das werden wir mit Abstand reflektieren und dann über Antworten nachdenken."

Ein Spiel für die Annalen

Und doch geht dieses Spiel in die Bundesliga-Historie ein: Nicht nur, dass bei einem Niedersachsen-Derby in der Bundesliga niemals zuvor ein torloses Remis unter dem Strich stand, sondern es war auch das 1.000. torlose Unentschieden in der Bundesligageschichte. So haben beide Trainer ihren Platz in den Liga-Geschichtsbüchern sicher.

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