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Mesut Özil: "Ich bleibe bei Real Madrid"

Mesut Özil sprach sich am Mittwoch für seine bevorzugte Position im zentralen offensiven Mittelfeld aus - und erklärte nur wenig später, dass er sich bei Real durchsetzen will!

Madrid. Wechselgerüchte, neue Konkurrenz, die Position auf dem rechten Flügel: Keine ganz einfachen Tage liegen hinter Mesut Özil bei Real Madrid. In den beiden Ligapartien gegen Betis und Granada wurde er jeweils vorzeitig ausgewechselt und durfte dabei nur einmal als klassischer 10er ran, was die Gerüchteküche einmal mehr anheizte.

Seit Mittwochmittag dürfte diese aber abgekühlt sein, zumindest was Özil betrifft. In einem Interview sprach der deutsche Nationalspieler über die bevorzugte Position im zentralen offensiven Mittelfeld - und erklärte, dass er sich in Madrid und unter dem neuen Coach Carlo Ancelotti durchsetzen will: "Ich bleibe bei Real."

"Die Trainer merkten, dass ich auf die 10 gehöre"

Gegen Granada brachte Ancelotti Özil, anders als eine Woche zuvor gegen Betis, im zentralen offensiven Mittelfeld, zog Isco dafür zurück vor die Abwehr neben Modric. Für den Ex-Bremer fraglos der Platz, an dem er sich am wohlsten fühlt.

"Auf der zentralen Position als Spielmacher kann ich mein Talent am besten entfalten. Ich habe als Stürmer angefangen, aber die Trainer merkten bald, dass ich auf die 10 gehöre", sagte Özil im Interview mit ESM.

Instinktfussballer Özil

Schon als kleiner Junge in Gelsenkirchen, so Özil, habe sich sein spezifisches Talent gezeigt: "Noch bevor der Ball zu mir kam, wusste ich wo meine Kameraden stehen. Ich denke, das ist meine große Qualität, eine Art Instinkt, den man vielleicht nicht lernen kann." Ob der 24-Jährige, seit drei Jahren in Diensten der "Königlichen", seine Qualitäten auch diese Saison als Madrilene einbringt, schien bis zuletzt unklar.

Zum Einen, weil mit dem spanischen U-23 Weltmeister Isco hochklassige Konkurrenz in das Santiago Bernabeu kam, die ebenfalls die Zentrale besetzen kann. Zum andern, weil noch nicht sicher ist, wie genau Reals Kader nach der Ankunft von Gareth Bale aussehen könnte. Auch Özil, so spekulierten englische Medien diese Woche, könnte wegen des "Überangebots" im Mittelfeld neben Di Maria zu den Wechselkandidaten zählen.

Marca: "Er ist ein großer Spieler"

Nach der Auswechslung für Casemiro vergangenes Wochenende wirkte der Deutsch-Türke verstimmt, ging direkt unter die Dusche und dann zum Bus, statt nochmal in die Kabine. "Özil spielte wie ein Spieler, der mit seiner Mannschaft längst abgeschlossen hat", orakelte Reals Hausblatt Marca. Schob aber bedenklich hinterher: "Keine einfache Angelegenheit, denn er ist nach wie vor ein großer Spieler."



"Ich bleibe bei Real Madrid"

Am Mittwochmittag beseitigte Özil selbst bei einem Werbetermin für Adidas alle Wechselgerüchte: "Mein Vertrag läuft noch bis 2016, ich fühle mich gut und will hier noch Titel gewinnen. Es wurde viel spekuliert, aber ich bleibe bei Real Madrid", wird er von spanischen Medien zitiert.

In einer Mannschaft "voller besonderer Fussballer" will der 24-Jährige als 10er weiterhin um Trophäen kämpfen. Und wie es scheint, ist Ancelotti auf der Suche nach der richtigen Mischung, um sein Starensemble in galaktische Höhen fliegen zu lassen.

„Am liebsten mit zwei Flügelspielern und einer Spitze“


In der Vorbereitung und dem Ligaauftakt gegen Betis setzte der Italiener vorwiegend auf ein 4-3-3, in dem Özil in vorderster Reihe mal rechts, mal zentral ran durfte. Gegen Granada dann ein 4-2-3-1, was den Vorstellungen des deutschen Nationalspielers am meisten entgegenkommt: "Ich bevorzuge ein 4-4-2 oder ein 4-2-3-1, es gibt da keine so großen Unterschiede: Am liebsten spiele ich mit zwei Flügelspielern und einer Spitze, mit zwei defensiven Mittelfeldspielern dahinter."

Hört man Özil von seinen Mitspielern schwärmen, liegt der Gedanke nahe, dass er Madrid nur ungern verlassen würde: "Ich habe Glück, mit Cristiano Ronaldo zu spielen, vielleicht der beste Spieler der Welt. Und Benzema. Das sind Spieler, die wissen, wie sie sich bewegen müssen, damit du ihnen einen guten Pass zuspielst."

Auch den derzeit verletzten Xabi Alonso zählt er als Reals Stippenzieher zu den Säulen des Teams: "Wenn eine '6' vor der Abwehr organisiert, kann es weiter vorne auch einen 10er geben."

Das große Vorbild seit 1998: Zizou

Schlussendlich habe seine Lieblingsposition auch eine ganz einfache Erklärung, mit der er nicht alleine sein dürfte: "Zinedine Zidane, er ist mein Idol und hat mich immer schon fasziniert." Seit der WM 1998, als 'Zizou' Frankreich im eigenen Land zum Weltmeistertitel führte, ist der heutige Sportdirektor Real Madrids das große Vorbild. "Wenn er einen neuen Trick hatte, hab ich es mir gleich auf Youtube angeschaut und gelernt."

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