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Hamburger SV: Heiko Westermann fehlen die Worte

Mit fünf Gegentoren vor eigenem Publikum ist beim HSV niemand zufrieden. Die Gäste aus dem Kraichgau hingegen bemühen sich, den Kantersieg richtig einzuordnen.

Hamburg. Der Hamburger SV hat eine 5:1-Klatsche gegen die TSG Hoffenheim erlitten. Nach dem Spiel konnten sich alle nur in Selbstkritik üben. Derweil wissen die Kraichgauer gar nicht mal so genau, wie sie den Kantersieg einzuordnen haben.

Fink: Kein Grund, unsere Ziele zu ändern

HSV-Trainer Thorsten Fink hat das Spiel sehr nüchtern analysiert: "Wir haben heute gegen einen besseren Gegner verloren. Ob es am Ende ein Tor zu hoch war oder nicht, spielt keine Rolle. Das Hoffenheim von jetzt ist mit dem Hoffenheim der vergangenen Saison nicht mehr zu vergleichen. 1899 war technisch besser, gedanklich schneller und wollte den Sieg mehr", wird Fink von achtzehn99.de zitiert.

Eine Neuorientierung scheint aber laut Fink trotzdem nicht nötig zu sein: "Es besteht für uns trotzdem kein Grund, unsere Ziele nach zwei Spielen zu ändern. Jetzt müssen eben in Berlin nächste Woche drei Punkte her."

Westermann: Aber nicht so

HSV-Kapitän Heiko Westermann spricht die Probleme da schon deutlicher an. Nach dem 2:9 in der letzten Saison gegen den FC Bayern München war das wieder ein Spiel, in dem der HSV das Spielen quasi komplett einstellte, als sie zwei Tore in Rückstand lagen: "Mich ärgert, dass wir nach zwei, drei Gegentoren auseinanderbrechen. Wenn man einen schlechten Tag hat, verliert man 2:1 oder 3:1, aber nicht so. Da fehlen mir die Worte."

Adler wird gar noch deutlicher

Der Keeper der Hanseaten, Rene Adler, drückt sich nach der Niederlage, an der er am wenigsten Schuld trägt, noch deutlicher aus: "Das Spiel war eine absolute Katastrophe. Jeder auf dem Platz hat unterirdisch gespielt. Die Räume im Mittelfeld waren viel zu groß. Da kann die Abwehr dann auch nichts mehr tun, wenn fünf Hoffenheimer in vollem Tempo auf sie zulaufen. Den Unmut der Fans verstehe ich nach so einer Leistung natürlich. Jetzt sind wir kommende Woche in Berlin unter Zugzwang - wir müssen punkten."

Gisdol ist um Ruhe bemüht

Markus Gisdol, Chefcoach der 1899er, ist derweil darum bemüht, dass die Mannschaft nach diesem Erfolg auf dem Boden bleibt: "Wir haben heute sehr schnell Zugriff auf die Partie bekommen. Die Mannschaft hat nichts Besonderes gemacht, aber gut verteidigt und gut umgeschaltet. Von den Leistungen und Ergebnissen in den ersten beiden Spielen dieser Saison lassen wir uns nicht den Blick verstellen. Da liegt noch viel Arbeit vor uns. Klar ist, die Individualisten können nur glänzen, wenn die Mannschaft insgesamt funktioniert."

Kapitän Beck voller Freude

TSG-Kapitän Andreas Beck freut sich dagegen erst einmal über dieses Spiel: "Wir sind alle erleichtert. Auswärts fünf Tore zu schießen und dem Gegner fast keine echte Torchance zu geben, ist schon beeindruckend. Wir genießen den Augenblick, aber die Saison ist noch lang."

Rosen möchte noch nicht von einem guten Start sprechen

Ob die TSG einen guten Start hingelegt hat, darüber möchte Manager Alexander Rosen sich noch nicht äußern. "Unsere Jungs haben ein tolles Spiel abgeliefert. Wir haben jetzt zwei gute Partien gezeigt und deutlich gemacht, wo wir spielerisch hinkommen wollen. Ob es ein guter Start ist, kann ich aber erst nach vier bis sechs Spielen sagen."

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