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Bayer Leverkusens 6:1-Sieg in Lippstadt: "Das war Pflicht"

Der Drittplatzierte der vergangenen Bundesliga-Saison hat sich keine Blöße gegeben: Bayer Leverkusen setzte sich im DFB-Pokal mit 6:1 beim SV Lippstadt durch.

Aus Lippstadt berichtet Tim Röhn

Lippstadt.
Es war ein kurioser Fehlschuss, aber am Ende konnte auch Stefan Kießling wieder lachen. Der Stürmer von Bayer Leverkusen hatte sieben Minuten vor dem Ende des Gastspiels beim SV Lippstadt das Kunststück vollbracht, den Ball aus etwas mehr als einem Meter über das Tor zu schießen. "Kießling für Deutschland", johlte ein Teil des Publikums.

Drei Minuten nach nach diesem Fauxpas schaffte der 29-Jährige dann aber per Kopf seinen zweiten Treffer. Es war das Tor zum 6:1-Endstand, der Bundesligist überwand die Hürde Regionalligist damit in der 1. Runde des DFB-Pokals souverän.

Zu Beginn mit Problemen

Dabei sah es in der Anfangsphase nicht unbedingt nach einem ungefährdeten Sieg für die Gäste aus. Vor 3500 Zuschauern gelang Lars Bender in der 5. Minute zwar das 1:0 für Bayer, im direkten Gegenzug nutzte Lippstadts Benjamin Kolodzig aber Stellungsfehler in der Leverkusener Abwehr aus und traf zum 1:1 (6.).

Erst Sidney Sams Freistoßstor in der 24. Minute war für Bayer der Knotenlöser. Danach dominierte die Mannschaft von Sami Hyypiä das Geschehen nach Belieben. Vor der Pause erhöhte Kießling auf 3:1 (41.), danach sorgte der eingewechselte Neuzugang Heung-Min Son für noch mehr Offensivdruck.

Der Ex-Hamburger war es auch, der nach einer Stunde den vierten Leverkusener Treffer erzielte. Vor Kießlings zweitem Tor traf abermals Sam zum zwischenzeitlichen 5:1.

Der 25-Jährige präsentierte sich bei dem Viertligisten in bestechender Verfassung, gleich an vier Toren war er beteiligt. In der Vergangenheit hatte Sam oftmals nicht das Auge für besser positionierte Mitspieler, weswegen er – auch von der eigenen Anhängerschaft – immer wieder kritisiert wurde.

"Das war Pflicht"

Die Performance in Lippstadt war eine ganz andere: Sam dribbelte nicht nur, er spielte auch viele kluge Pässe. "Ich bin zufrieden und freue mich über das Ergebnis. Heute mussten wir aber auch unbedingt gewinnen, das war Pflicht", sagte Sam nach dem Schlusspfiff.

Auch Sportdirektor Rudi Völler war zufrieden. "Es war wichtig, dass wir von Beginn an hochkonzentriert zu Werke gegangen sind. Das Gegentor zum 1:1 kann mal passieren, aber das hat uns nicht nervös gemacht", sagte er und fügte hinzu: "Das war eine schöne Geschichte. Die Mannschaft hat das toll gemacht."

Auch mit dem kuriosen Fehlschuss von Kießling wollte sich der Bayer-Manager nicht lange aufhalten. "Für die Zuschauer war das ja ganz schön, so hatten sie mal etwas zu lachen. Sonst gab es heute nicht viele Möglichkeiten dazu."

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