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Premier-League-Chef: Englands Misere liegt nicht an uns

Nach der Kritik von Englands Nationaltrainer Hodgson an der mangelnden Unterstützung durch die Premier League hat sich der Vorstandsvorsitzende Scudamore gewehrt.

London. Der Vorstandsvorsitzende der Premier League, Richard Scudamore, hat sich gegen Vorwürfe von Englands Nationaltrainer Roy Hodgson gewehrt. Der Three-Lions-Coach hatte fehlende Unterstützung für das Nationalteam seitens der Liga beklagt. Diese Kritik wies Scudamore nun entschieden zurück.

"Sollten doch in der Lage sein elf zu finden"

"Im letzten Jahr waren 210 Spieler, die für England spielen dürften, in der Premier League aktiv und - nebenbei - sie spielen alle in der Premier League. Und wir sollten in der Lage sein, elf zu finden, die sich auf dem Platz gut schlagen", sagte Scudamore der englischen Zeitung The Telegraph. Die Premier League habe mit den ausbleibenden Titeln der englischen Nationalmannschaft nichts zu tun: "Diese Spieler dürfen Woche für Woche gegen die talentiertesten Spieler der Welt ran. Da spielen andere Faktoren eine Rolle, die nicht in unserer Verantwortung liegen."

Keine Entschuldigung für Topspiel-Ansetzungen

Auch für die Ansetzung von Spielen zwischen Manchester United, dem FC Liverpool, dem FC Arsenal und den Tottenham Hotspur unmittelbar vor den WM-Qualifikationsspielen der Engländer gegen Moldawien und die Ukraine wollte sich Scudamore nicht entschuldigen. Die Liga reagiere damit nur auf die Zwänge des internationalen Fußballs.

"Wir haben mit 22 Mannschaften angefangen, sind jetzt runter auf 20 und das hat sich seit 19 Jahren nicht geändert. Es sind die internationalen Verbände, die den Kalender derart gequetscht haben, nicht wir. Deshalb werden wir kratzbürstig bei der Idee, dass beim Ansetzungskalender ausgerechnet wir die Ungeschickten sind", erklärte der Ligavorsitzende. Scudamore ist seit 1999 Vorsitzender der Premier League, nachdem er vorher zwei Jahre für die Football League verantwortlich war.

EURE MEINUNG: Gebt ihr Scudamore recht?

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