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Michael Wiesinger: Kein "Hurra-Fußball" beim 1. FC Nürnberg

Der 1. FC Nürnberg geht erstmals mit Michael Wiesinger als Trainer in die Vorbereitung. Der 40-Jährige warnt vor zu hohen Ansprüchen und trauert seinem Schlüsselspieler hinterher.

Nürnberg. Der 1. FC Nürnberg hat die Saison 2012/13 auf einem achtbaren zehnten Platz abgeschlossen. Doch wie geht es weiter bei den Franken? Trainer Michael Wiesinger mahnt dazu, den Stil beizubehalten. Während es bei Timm Klose nach einem Verbleib aussieht, macht ihm der Abgang von Timmy Simons zu schaffen.

"Unsere Basis wird weiterhin unser aggressives Spiel gegen den Ball sein. Wenn wir jetzt auf Hurra-Fußball umstellen würden, wäre das Erwachen bitterböse", erklärte Wiesinger im kicker-Interview.

Wiesinger will kein Saisonziel ausgeben

Die wirtschaftliche Vernunft und die geräuschlose Arbeit der letzten Jahre beim "Club" hat der 40-Jährige verinnerlicht. Über das Saisonziel im kommenden Jahr sagte er: "Ich nenne weder einen Platz noch die ominöse 40-Punkte-Marke."

"Für uns geht es darum, mit unseren Voraussetzungen eine von Abstiegssorgen freie Saison hinzulegen. Gelingt uns dies, sind wir einen Schritt weiter", so der Nachfolger des zum VfL Wolfsburg abgewanderten Dieter Hecking.

Lange sah es danach aus, als würde Innenverteidiger Timm Klose seinem Ex-Trainer zur neuen Spielzeit zu den Niedersachsen folgen. Zuletzt gerieten die Verhandlungen aber wegen der Nürnberger Ablöseforderung ins Stocken. "Wir gehen davon aus, dass er am 2. Juli bei uns loslegt", so Wiesinger.

"Klose wird sich voll reinhauen"

Der frühere Bayern-Profi bezeichnete den Schweizer als "ganz wichtigen Spieler auf und neben dem Platz" und sagte über einen denkbaren Verbleib des bis 2014 gebundenen Klose: "Wer Timm kennt, weiß, dass er sich nicht in den Schmollwinkel zurückziehen, sondern sich voll reinhauen wird."

Überhaupt nicht vorbereitet war Wiesinger auf den Blitz-Abgang von Timmy Simons, der sich Mitte Juni wieder seinem Ex-Klub FC Brügge anschloss. "Mit Simons haben wir unseren Musterprofi und einen wichtigen Charakterkopf verloren", so der Champions-League-Sieger von 2001.

"Diese Lücke auf der Sechs zu schließen, wird die vordringlichste Aufgabe sein", erklärte Wiesinger. Zwar wolle man die Last intern auf mehrere Schultern verteilen, doch "auch die Variante nachzulegen, ist nicht vom Tisch."

EURE MEINUNG: Wird es der 1. FC Nürnberg wieder schwerer haben als in den letzten Spielzeiten?

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