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Pep Guardiola und seine Premiere: Der Beginn einer Ära? "Das wäre arrogant"

Der erste Auftritt von Pep Guardiola ist Geschichte. Bereits nach seinen ersten Worten zieht der charismatische Spanier Fans und Experten in seinen Bann.

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Von Fabio Porta aus der Allianz Arena

Der Presseraum füllt sich, die Kameras sind nur auf eine Tür gerichtet: die, durch die Pep Guardiola jeden Moment zur ersten Pressekonferenz als Trainer des FC Bayern München kommt. Überall sind Banner aufgebaut "Willkommen, Pep“, sogar an den Banden der Allianz Arena. Mit spanischen Spezialitäten werden die Medienvertreter aus aller Welt verwöhnt und können sich auf Guardiola vorbereiten – natürlich darf der regionale Bezug in München nicht fehlen, auch bayrische Tapas werden serviert.

Es ist alles angerichtet, dazu passt auch, dass der Spanier fast ausschließlich Deutsch spricht. Es ist bekannt, dass der Trainer ein Sprachwunder ist, doch Guardiola lässt trotzdem alle Medienvertreter und sogar den Pressesprecher des FC Bayern, Markus Hörwick, verblüffen.

Matthias Sammer, Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge kommen aus dem Grinsen nicht mehr raus, genauso wie eben die Zuschauer, die von dem ersten Auftritt von Guardiola begeistert sind: "Verzeihen sie bitte mein schlechtes Deutsch. Ich hoffe, in der nächsten Zeit meine Kenntnisse zu verbessern", lauten nach dem klassischen "Grüß Gott" die ersten Worte von Pep – mit einem Lächeln im Gesicht.

"WER, WENN NICHT ER"

Uli Hoeneß war von Anfang an überzeugt: "Als ich Pep und seine wunderbare Familie in New York besucht und wir lange gesprochen haben, war mir klar, er ist der richtige Mann“, so der Präsident.  "Oben zu sein, ist das eine. Oben zu bleiben, ist das andere. Ich bin überzeugt, er wird bestehen. Wer, wenn nicht er."

Pep Guardiola schaut jeden Journalisten, der eine Frage stellt, genau an und geht genau auf die Frage ein. Zwischenzeitliche Ausflüge in die italienische oder spanische Sprache meistert der Spanier ohne Probleme und versucht es anschließend wieder auf Deutsch. Keine Frage, so richtig flüssig ist das noch nicht, dennoch hat er mit diesem Engagement bereits jetzt viele Sympathien gewonnen.

Sein Auftritt war ebenfalls geprägt von viel Demut: "Ich muss mich 100 Prozent an unsere Spieler anpassen. Der Fußball gehört weder den Spielern noch dem Trainer. Die Fans kommen in die Allianz Arena, um Fußball zu sehen." Von einer Ära will Guardiola nicht sprechen: "Nach meiner Zeit in Barcelona hier zu sein, darauf kann ich sehr stolz sein. Allerdings wäre es arrogant, zu sagen, es beginnt eine neue Ära."



Der Trainer macht aus seiner Vorliebe für den FC Bayern kein Geheimnis: "Es gibt wenig Vereine dieser Welt, die speziell sind. Bayern München ist einer davon. Wenn dich Bayern München ruft, ist das eine Ehre", so Guardiola. Zum Abschluss gibt es noch eine Aussage, die jeden Fan auf berauschenden Fußball hoffen lässt: "Ich liebe es, anzugreifen. Das ist meine Idee vom Fußball."

Danach wird Pep durch den Innenraum der Allianz Arena geführt, ehe er zum ersten Mal den Rasen als Trainer des FC Bayern betritt. Anschließend bekommt er seinen Dienstwagen überreicht, einen Audi S8. Als besonderes Schmankerl wird Pep auf den Leinwänden per Videobotschaft von Fans aus aller Welt begrüßt und beglückwünscht. Zum Schluss posiert er noch einmal für die Fotografen und begibt sich auf die Trainerbank, ehe der große Hype erst mal vorbei zu sein scheint. Es ist alles angerichtet – wir sind gespannt auf dich, Pep!

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