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Die ultimativen Transferziele in diesem Sommer: Luis Suarez

Der umstrittene Stürmer will England im Sommer verlassen, doch Europas Top-Klubs sind nicht bereit, eine Summe im Bereich von 45 Millionen Euro zu zahlen.

Von James Goldman

Mit seiner Beiß-Attacke gegen Branislav Ivanovic könnte Luis Suarez seinen Abschied vom FC Liverpool beschleunigt haben. Es könnte das Ende einer "bissigen" Ehe werden, obwohl der FC Liverpool über die ganze Saison hinweg um den Verbleib des Uruguayers gekämpft hat – bis zu seinem letzten Vergehen.

Der Anspruch, seit 2009 wieder in der Königsklasse aufzulaufen, hat sich spätestens nach Suarez` öffentlichem Bekenntnis, über seine Zukunft nachzudenken, in Luft aufgelöst.

Der Angreifer hatte nach der Aktion mit Patrice Evra von Manchester United viel zu kämpfen, zahlte diese Schuld allerdings mit einem neuen Vierjahresvertrag im Jahr 2012 zurück. Dazu lieferte er einige Gala-Vorstellungen ab und stellte seinen Ruf zum Teil wieder her.

Ein Wechsel im Januar war keine realistische Option, doch danach bekundete Manchester City starkes Interesse - Roberto Mancini gilt als großer Fan von Suarez. Eine Transfersaga im Sommer bahnte sich an.

DIE SICHT IN SPANIEN
Suarez wurde in dieser Woche mit Real Madrid in Verbindung gebracht, doch die Fans sind sich nicht einig, ob der Uruguayer der Richtige ist.

Die Madrilenen sind sich der Qualitäten von Suarez bewusst, viele würden ihn gerne gegen Gonzalo Higuain eintauschen.

Doch mit Suarez gab es in Liverpool auch eine abstoßende Seite zu sehen. Solche Aktionen außerhalb des Platzes können die Fans nach drei Jahren mit Jose Mourinho wohl nicht gebrauchen.

Sie wissen, dass sie einen starken Spieler erhalten, doch auf der Liste der Lieblingsstürmer steht er wahrscheinlich nicht ganz oben. Edinson Cavani, Robert Lewandowski und sogar Wayne Rooney wären derzeit willkommener im Bernabeu, im Moment.

- Ben Hayward | Goal International
Trotz seiner ungewissen Zukunft beeindruckte er mit seinen Toren und Leistungen die Massen, besonders am Ende der Saison. Fast hätte er auch den nötigen Respekt bekommen, bis seine Zähne in Ivanovics Arm landeten.

Während der FC Liverpool weiterhin an dem Star festhielt, ließ sich die FA nicht beirren und verhängte stur die strenge und umstrittene Disziplinarmaßnahme von satten zehn Spielen Sperre. Diese Strafe erhielt Suarez nicht einmal nach seinen rassistischen Äußerungen gegenüber Patrice Evra.

Die Kritik an der FA ließ nicht lange auf sich warten: Man würde Suarez aus der Premier League verjagen wollen. "Jedes Mal, wenn Luis einen Schritt nach vorne geht, finden wir Wege, ihn zurückzuwerfen und niederzuschlagen. Ich könnte es verstehen, wenn er England verlassen will“, ließ Brendan Rodgers im Mai verlauten.

Liverpool wollte den Uruguayer bis zum Saisonende halten, allerdings war es unvermeidbar, dass er nach solchen Aktionen erneut von den Medien zerrissen wird. Die negative britische Presse, allen voran David Cameron, der England für Familien ungeeignet hält, trieb Suarez quasi dazu, einen Transfer zu forcieren.

Liverpool bleibt dabei, den Spieler nicht verkaufen zu wollen. Immerhin kann sich Suarez überhaupt nicht vorstellen, zu einem Premier-League-Rivalen zu wechseln.

Die ausländischen Top-Klubs müssten für Suarez allerdings tief in die Tasche greifen und über 45 Millionen Euro investieren, ein ziemlich hohes Risiko für den temperamentvollen Uruguayer.

Real Madrid hat sich gerade erst von Jose Mourinho getrennt und Florentino Perez bekundete erst kürzlich seine Zweifel, ob Luis Suarez` Einstellung in die Kabine von Real Madrid passen würde.

"Suarez ist ein großartiger Spieler und ich bin mir sicher, dass jeder Verein dieser Welt ihn will. Ich mag ihn und andere auch, aber es passt nicht immer zusammen“, fügte Perez hinzu.

Bayern München legte bereits 37 Millionen Euro für Mario Götze hin, Robert Lewandowski soll darüber hinaus im Anflug sein. Der Angriff des FC Barcelona war bereits vor der Ankunft von Neymar hochkarätig besetzt, während Frankreichs neue Großmächte Paris Saint-Germain und Monaco weit von einem Angebot entfernt sind.

Liverpool kümmert sich bereits um Alternativen. Luis Muriel von Udinese und Carlos Tevez von Manchester City stehen auf der Wunschliste von Brendan Rodgers. Allerdings wäre es keine Überraschung, wenn die Reds auf Suarez „sitzen bleiben“. Dennoch wird Suarez bis zum 31. August mit Sicherheit hoch gehandelt und mit einigen Vereinen in Verbindung gebracht werden.

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