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Balotelli: Wenn ich rassistisch beleidigt werde, verlasse ich das Feld

Mario Balotelli wurde am Sonntag im Ligaspiel gegen den AS Rom Opfer rassistischer Gesänge. Er wird das Feld verlassen, sollte es erneut passieren.

Mailand. Der Stürmer des AC Mailand hat seine Meinung zur Reaktion auf rassistische Beleidigungen während des Spielbetriebs geändert. Mario Balotelli kündigte an, künftig sofort das Feld verlassen, sollte er erneut beleidigt werden. Auslöser der Diskussion waren die diskriminierenden Gesänge der Fans des AS Rom gegen ihn und Kevin-Prince Boateng.

Nach den Gesängen wurde das Spiel kurz unterbrochen, danach normal weitergeführt. Durch das torlose Unentschieden steht Milan weiter auf Platz drei der Tabelle. Auch vor diesem Spiel sah sich der Stürmer bereits rassistischen Beleidigungen ausgesetzt. Von nun an will er anders reagieren und durch ein Verlassen des Feldes unterstreichen, wie schwerwiegend das Problem ist.

Es ist nicht mehr "egal"

"Ich habe immer gesagt, dass, falls [Rassismus, Anm. d. Red.] passiert, ich so tue, als wenn nichts wäre, und es mir egal sei", sagte der Topstürmer gegenüber CNN. "Aber dieses Mal habe ich meine Meinung geändert. Wenn es noch einmal passiert, werde ich das Feld verlassen, weil es so idiotisch ist."

Sein Teamkollege Kevin-Prince Boateng, der von den Diskriminierungen ebenfalls betroffen war, besprach sich mit Balotelli auf dem Feld: "Ich redete mit Prince. Ich war drauf und dran, vom Spielfeld zu gehen, aber sie dachten, ich würde gehen, weil wir unsere Probleme mit dem Spiel hatten und dann würden sie 3:0 gewinnen."

"Also sagte ich nein, es war besser, dass wir spielen und ich reden werde", fuhr Balotelli fort. "Wäre es nicht um diesen Grund gegangen, hätte ich am Sonntag das Feld verlassen." Roma wurde am Montag vom italienischen Verband zu einer Geldstrafe von 50.000 Euro verurteilt. Der Verein warnte seine Fans eindringlich, dieses Gebaren in Zukunft zu unterlassen.

EURE MEINUNG: 50.000 und eine Warnung - ist die Strafe angemessen?

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