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Hannover 96 stellt Geschäftsführer Jörg Schmadtke frei

Kind soll bei einer Podiumsdiskussion angedeutet haben, dass er vom Abschied des Managers ausgehe. Ein Gespräch sollte am Mittwoch stattfinden. Nun ist klar: Schmadtke verlässt 96!

Hannover. Showdown in Hannover: Am Mittwoch wollte sich Hannover 96-Präsident Martin Kind mit Jörg Schmadtke zusammensetzen, um über die Zukunft des Sportdirektors und die seit Tagen kursierenden Rücktrittsgerüchte  zu sprechen. Das berichtet zuvor die Hannoversche Allgemeine Zeitung. All das ist nun Makulatur, denn Jörg Schmadtke wird mit Stichtag Samstag von seinem Amt als Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 freigestellt.

Kind ahnte es schon im Vorfeld

Offenbar ging der Klub-Boss schon zuvor davon aus, dass Schmadtke Hannover verlassen würde. "Wir sind an einem Punkt, an dem eine Entscheidung notwendig ist, die ich eigentlich nicht will. Wenn ich die Signale richtig deute, gibt es bei ihm die Tendenz, sich zu verändern", soll Kind nach Angaben der Berliner Zeitung bei einer Podiumsdiskussion in Mannheim am Dienstag gesagt haben.

Schmadtke geht

Und das Gefühl hat ihn nicht getäuscht, denn Schmadtke verlässt den Verein. Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs des 49-Jährigen mit Klub-Präsident Martin Kind am Mittwoch. Dem freiwilligen Rückzug Schmadtkes, der in Hannover einen unbefristeten Arbeitsvertrag besessen hatte, waren anhaltende Meinungsverschiedenheiten mit Trainer Mirko Slomka vorausgegangen. Schmadtke war seit dem 1. Juli 2009 für 96 tätig. Sein Vertrag wird zum 30. Juni 2013 aufgelöst. Zuletzt hatten sich die Niedersachsen zwei Mal in Folge für die Europa League qualifiziert.

Trennung im gegenseitigen Einvernehmen

"Wir haben uns auf der Basis eines guten Gesprächs getrennt. Jörg Schmadtke hat den Wunsch der Auflösung seines Vertrags an uns herangetragen, und daraufhin haben wir uns einvernehmlich auf die Freistellung verständigt", sagte Kind dem SID: "Nun werden wir ein Profil zusammenstellen, den Markt nach einem Nachfolger sondieren und dann eine Entscheidung treffen." Der Unternehmer schloss aus, einen Manager aus einem laufenden Vertrag heraus zu verpflichten. "Wir werden bei der Suche das Profil von Jörg Schmadtke übernehmen", sagte Kind. Auch eine sofortige Nachfolge-Regelung sei möglich. Namen nannte der Klubchef nicht.

Kind: "Marke Hannover 96 beschädigt"


Kind äußerte sich schon im Vorfeld des endgültigen Bruchs zwischen Schmadtke und den Niedersachsen zu den permanenten Spannungen zwischen Schmadtke und Trainer Mirko Slomka. Das Dauerstreit habe "die Marke Hannover 96 beschädigt", wird Kind zitiert. Schmadtke selbst wollte die Rücktrittsgerüchte zuvor schon nicht einmal mehr eindeutig zurückweisen. "Das ist nicht der richtige Zeitpunkt. Solche Dinge sollten zuerst hausintern besprochen werden", meinte der frühere Torhüter zur dpa und wusste zu dem Zeitpunkt sicher schon, dass er an einem Endpunkt in Sachen 96 angekommen war.

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