Moneyball im Fußball: Die Utopie der Grenzenlosigkeit

Matthew Benham hat eine Formel aufgestellt, mit der sich Erfolgschancen optimieren lassen. Zwei Klubs bauen bereits erfolgreich darauf. Goal hat mit Experten gesprochen.

Als ich Jorgen Kristensen endlich erreiche, befindet er sich am Flughafen in Dubai. Er ist auf dem Weg von Lagos, Nigeria, nach Kopenhagen und hat nicht viel Zeit, wie er mir sofort klar macht. "Ich bin ein viel beschäftigter Mann, ein Wunder, dass meine Frau mich noch nicht verlassen hat", sagt er lachend in klarem Englisch und wird dann schlagartig ernst. 

Es geht um seine Arbeit, da versteht er überhaupt keinen Spaß. "Ich spreche aufrichtig mit Ihnen, aber ich bin mir sicher, dass nicht alles autorisiert wird", sagt er und klingt plötzlich ganz seriös. Kristensen arbeitet als Scout und Analytiker für den FC Midtjylland, einen der momentan spannendsten Klubs in Europa.

2014 lernte der Engländer Matthew Benham in London den Dänen Rasmus Ankersen kennen. Beide auf ihre Art Pioniere, thematisierten sie eine etwaige Übernahme Benhams des dänischen Klubs Midtjylland. Benham war bereits Mehrheitseigner des englischen Zweitligisten FC Brentford und wollte einen Klub im europäischen Ausland übernehmen.

Klingt zunächst nicht weiter aufregend: Ein Investor steigt bei einem Klub aus einer langweiligen 50.000-Einwohner-Stadt ein. Das Spannende dabei: das Prinzip, nach dem Matthew Benham Brentford und nun auch Midtjylland umgestaltet – das Moneyball-Prinzip.

Mit Geheim-Formel zum Erfolg

Moneyball verschmilzt die Wörter Geld und Ball zu einem, es eint das Finanzielle und das Spielerische zu einem Konstrukt, mit dem Benham sich anschickt, die Fußballbranche zu revolutionieren. Will man seine Grundidee auf einen Satz herunterbrechen, kann man sagen, dass er Erfolg, mit auf Statistiken und daraus folgenden Wahrscheinlichkeiten beruhender Arbeit, errechnen will. Richtig gehört: Er will sich Siege nicht erkaufen, sondern errechnen.

Im Jahr 2015 ist die Mathematik im Fußball angekommen: Benham hat ein Modell entwickelt, mit dessen Hilfe er Erfolg berechnet. Es geht um weit mehr als um Tor- oder Passquoten. Doch um was geht es dann bei Benhams streng geheimer Formel? Wie kann man ein Spiel berechnen, das oft von Glück und Pech, von menschlichem Versagen abhängt?

"Natürlich kann ich Ihnen nicht genau sagen, welche Faktoren unsere Formel ausmachen", sagt Kristensen mit verschwörerischem Unterton, als würde er gerade vom edlen Luxus-Airport in Dubai aus eine illegale Warenübergabe koordinieren und nicht über Fußball sprechen. "Was ich aber sagen kann ist, dass wir damit Erfolg haben. 2014 wurden wir Dänischer Meister (zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte, Anm. d. Red.). Und es ist kein Geheimnis, dass wir in Europa die gefährlichsten Standards schießen." Es schwingt stolz mit, als Kristensen das sagt.

Will man auch nur im Ansatz verstehen, von was Kristensen spricht, muss man sich Benham und Ankersen genauer ansehen. Ersterer wurde reich, indem er sich ein Modell zur Berechnung von Aktien ausdachte, mit dessen Hilfe er Kurszusammenbrüche und Steigungen berechnete. Er investierte entsprechend und entschied sich vor etwas mehr als zehn Jahre dazu, sein Modell zu erweitern und den Zufall bei Sportwetten zu minimalisieren – und so abzuräumen.

Mit seiner Firma "Smart Odds" im Londoner Osten hat er in einem Fabrikgebäude eine Art Mini-Silicon-Valley aufgezogen. In einer ehemaligen Fabrik arbeiten seine Nerds, ehemalige Mathematik-Studenten oder Physiker, die vor Flachbildschirmen sitzen und Zahlen in Computer tippen, um so Wetten abzuschließen. Wenn ein Hockeyteam A etwa über die linke Seite anfällig ist und das gegnerische Team B besonders über die eigene rechte Seite gefährlich ist, dann ist das ein Faktor, der den Sieg von Team A wahrscheinlicher macht.

Nach Auswertung hunderter solcher Faktoren wird die Wette dann abgeschlossen – und bringt zusammen mit vielen anderen ihrer Art Millionen, die Benham ausgibt, um langfristig seinen Profit weiter zu steigern. Das zum Herzstück seiner Expansionsgedanken auserkorene Metier ist der Fußball. 50 Millionen soll ihn Schätzungen zufolge alleine das Engagement beim englischen FC Brentford gekostet haben. England war ihm bald nicht mehr genug, er wollte das Benham-Imperium erweitern.

Ankersen und Benham als Pioniere

In dieser Phase traf er auf Ankersen, einen ehemaligen Fußball-Profi, der später das Buch "The Goldmine Effect" geschrieben hat, das heute in mehr als 30 Ländern erschienen ist und sich mit dem Gegenwirken von Talent und Faktoren wie Training oder taktischer Schulung beschäftigt. Auf Anhieb fanden sich der mit seinen 32 Jahren und seinen blonden, zum Zopf gebundenen Haaren jugendlich daher kommende Ankersen und Benham interessant.

Er wolle in einen europäischen Verein investieren, sagte Benham, vielleicht in Belgien. Warum er denn nicht Midtjylland wähle, fragte Ankersen. 2014 kaufte Benham die Dreiviertel-Mehrheit der Jütländer, bereits in der darauffolgenden Saison wurde man erstmals Dänischer Meister. Auch Benhams zweiter Verein, der FC Brentford stieg 2013/14 in die zweite englische Liga auf. Wie kann es also sein, dass Klubs einer seit Jahrzehnten ihre eigenen Gesetze schreibenden Sportart durch berechnete Formeln Erfolg haben?

Bei Midtjylland machte Benham Ankersen nach seiner Übernahme zum Klubboss. Seit dem hat ein Pionier-Geist in Jütland mit seinen milden Gräsern und der klein-konservativen Gemütlichkeit Einzug gehalten. Es wurden Experten eingestellt, die mit dem 200-Mann-Team Benhams in London eng zusammen arbeiten. Ein Neurobiologe aus Oxford kam, jeder Bereich des Fußballs wird in seitenlangen Dossiers analytisch aufgearbeitet.

Wissen ist Macht

Das lässt sich anhand des Themas Standards gut beschreiben. In ganz Europa wurde untersucht, welche Faktoren bei Freistößen und Eckbällen zu Erfolg führen. „Variabilität und Spielerstreuung spielen zum Beispiel eine Rolle“, sagt Kristensen aus Dubai. „Mehr kann ich nicht sagen, sonst wäre es ja keine Geheimformel.“ Er lacht nicht, er meint das völlig ernst. Wissen ist Macht – dieses Motto scheint jeder im Benham'schen Imperium zu inhalieren und man scheut keine Mühen, dieses Wissen zu erweitern.

Im Prozess der Standard-Optimierung sprach man etwa mit einem Hockey-Trainer, mit einem Offensive-Coordinator eines NFL-Teams und mit Lars Voßler, dem Co-Trainer des SC Freiburg, der durch seine Standard-Varianten bekannt ist und bei dem vor der WM auch der DFB vorstellig wurde.

Fast ein Tor nach einem Standard erzielte Midtjylland in der Meistersaison, auf YouTube lassen sich Tore nach Ecken finden, vor denen sich die Spielertraube am Fünfer plötzlich selbstständig macht und wie ein Ballett-Ensemble kreuzt und ausschwärmt. Die präzise Hereingabe wird dann von Mittelstürmer Duncan über die Linie gewuchtet, hinter ihm warten drei freie Mitspieler ebenfalls auf den Ball.

In Midtjylland gibt es neben dem Imperator und seinem Chefstrategen Ankersen, der auch als Berater für Facebook oder Ikea fungiert, eine ganze Reihe von Experten, die das Spiel anders lesen als die meisten ihrer Berufskollegen. Einer von ihnen ist Jorgen Kristensen, der niemals selbst Profi war und heute als Scout und Analytiker, wie er selbst sagt, durch die Welt jettet. Sein Chef, im auf engen Hierarchien und ähnlich einer Bienenwabe perfekt durchorganisierten Aufgaben beruhenden Arbeitssystem, ist Sportdirektor Claus Steinlein, der ein vielbeschäftigter Mann sein muss. Goals Interviewanfrage wies man ab, er habe keine Zeit für so etwas. Stattdessen gab man Kristensens Nummer für ein „kurzes Gespräch“ heraus.

Steinlein ist seit mehr als 15 Jahren beim Klub. Er ist wie Benham und Ankersen einer, der weiter denkt als andere. 2004 baute er eine Fußballschule in Nigeria. Heute ist ein modernes Leistungszentrum daraus geworden, aus dem jedes Jahr Nigerianer nach Jütland kommen, um ein Probetraining zu absolvieren. Drei Nigerianer stehen im aktuellen Kader, alle kommen aus Lagos. Von dort kommt auch Kristensen, er musste in Lagos „Organisatorisches“ regeln, in Dubai landet er zwischen auf dem Weg nach Kopenhagen.

Sein 43-Jähriger Chef Steinlein muss mit dem Etat eines deutschen Zweitligisten arbeiten – das Moneyball-Prinzip hilft dabei ungemein. „Der Markt ist umkämpft“, erklärt Kristensen, „es gibt eigentlich kaum einen Spieler, den wir uns ansehen, der nicht schon von anderen Klubs beobachtet wird. Eigentlich.“ Das letzte Wort umreißt den großen Wettbewerbsvorteil, den man sich durch Benhams Prinzip erarbeitet hat.

"Uns ist die Passquote völlig egal"

Spieler werden nach speziellen Maßstäben gescoutet, getätigte Transfer sorgen regelmäßig für hochgezogene Augenbrauen. „Uns ist die Passquote eines Spielers völlig egal“, sagt Kristensen und spricht jetzt noch schneller. Die Klarheit in seinem Englisch weicht den weichen Dänisch-Lauten ein wenig, man merkt, dass er ganz begeistert ist von der Banalität des neuartigen Scoutings. „Die Passquote eines Spielers oder seine Zahlen im Zweikampf sagen nichts aus über seine reale Qualität.“

So dröselt man die Pässe und Zweikämpfe auf. Welche Pässe waren wichtiger als andere, welche Zweikämpfe führten direkt zu Torchancen und welche vereitelten solche direkt? Das Zentrum der Benham'schen Bewertung heißt „KPI's“. Ich habe keine Ahnung, wovon Kristensen redet und frage nach. Er erklärt es mir so: „Key Performance Indikatoren sind Faktoren, die uns helfen, jeden Spieler nach seiner wahren Leistung zu analysieren.“ Er meint Abschlüsse im Strafraum, Pässe, die Tore einleiten, Kopfbälle, die direkt Szenen bereinigen.

Der Ursprung dieser Statistiken hinter den Statistiken liegt im Begriff „Sabermetrics“ aus dem Baseball, der Analyse also mithilfe objektiver Beweisführung durch Statistiken. Billy Bean baute darauf ab 1997 beim MLB-Klub Oakland Athletics, die mit oberflächlich durchschnittlichen Spielern drei Mal in Folge die Playoffs erreichten. Diese Geschichte wurde 2011 verfilmt.

"Was wollen sie denn mit dem?"

EXPERTENMEINUNG

Prof. Dr. Sven Bachmann 

Professor der Mathematik an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München, Forschungsgebiet: Mathematische Quantenphysik

"Dass eine statistische Analyse dafür hilfreich ist, Phänomene des Alltags objektiv zu erläutern, ist offensichtlich und betrifft natürlich auch jedem Teamsport. Die konkrete Schwierigkeit im letzteren Fall liegt meiner Ansicht nach im 'Team'-Teil des Wortes Teamsport. Obwohl die Wichtigkeit der individuellen Fähigkeiten jedes einzelnen Spielers nicht zu unterschätzen ist, spielen bei Fußball Korrelationen zwischen verschiedenen Fähigkeiten mehrerer Spieler eine entscheidende Rolle.

Diese sind aber viel schwieriger zu etablieren und brauchen ein zum Fussball passendes statistisches Modell. Verglichen mit Fußball ist Baseball viel individueller: zum Beispiel steht der 'Batsman' allein vor dem 'Pitcher' und seine Leistung dabei ist absolut unabhängig von der des Rests seiner Mannschaft. Daher halte ich ein 'Moneyball-System' im Fussball zu errichten für viel schwieriger als im Baseball, und deswegen möglicherweise für viel interessanter."

Mithilfe der „KPI's“ können nicht nur Spieler und Teams bewertet, sondern auch Scoutingprozesse elementar verändert werden. Wenn wir ein Anforderungsprofil erarbeitet haben, zeigt unser System uns alle Spieler, die den Kriterien entsprechen und wir intensivieren unser Scouting über Video- bis hin zu Real-Analyse“, so Ankersen.

Nach diesem Prinzip findet man völlig unterbewertete Spieler, die mit ihren Fähigkeiten perfekt zur Spielphilosophie passen, wie etwa Tim Sparv, der 2014 von Greuther Fürth kam, Daniel Royer, den man von Austria Wien verpflichtete oder auch Filip Novak von FK Jablonec. "Oft fragen sich die Leute: Was wollen sie denn mit dem?", so Kristensen.

Im Fall eines Spielers, dessen Namen die Verantwortlichen von Midtjylland, wie von Kristensen angekündigt, im Autorisierungs-Prozess gestrichen haben, war das Scouting-Prinzip besonders extrem. „Wir hatten alles über diesen Spieler und konnten gar nicht glauben, dass er noch nicht bei einem größeren Verein spielte. Er war jung und seine Zahlen waren unfassbar. Ich fuhr also mit Mister Steinlein hin, um ihn mir genauer anzusehen. Auf der Tribüne trafen wir einen Scout von Paris Saint-Germain“, beschreibt Kristensen. „Wir dachten uns: 'Verdammt, gegen PSG haben wir keine Chance.' Am Ende waren sie gar nicht wegen unserem Mann gekommen. Wir konnten es kaum fassen.“

Nicht nur das Scouting ist fest in den Händen der Londoner Datenprofis. Auch die eigene Mannschaft und die Gegner werden in Zahlen gefasst, nach denen Siegchancen berechnet werden. In der Halbzeit wird der Trainer oder Co-Trainer per SMS über etwaige Verbesserungen und die Nähe zur vorher prognostizierten Quote berücksichtigt.

Es ist nicht alles berechenbar

Und genau hier setzt das Problem an. Denn natürlich kann man mit gewissen Formeln Spieler-, Team- und Gegnerstärke berechnen, Erfolg bringt das aber nur zu einem gewissen Grad, alles andere liegt fest in der Hand anderer Faktoren wie Tagesform, überraschender Systemwechsel, situativer Entscheidungen auf dem Rasen.

Das muss in dieser Saison auch das Benham-Imperium schmerzvoll erfahren. Der gewollte kontinuierliche Aufstieg ist bei beiden Projekten ins Stocken geraten. Der FC Brentford gurkt im Tabellenmittelfeld der zweiten englischen Liga herum, ist nur Elfter. Trotz der Transfer-Strategie und trotz der Installation des Benham-Favoriten Marinus Dijkhuizen an der Seitenlinie.

Und auch Midtjylland, das man „zu einer Insitution nicht nur in Dänemark, sondern auch in Europa machen will“, wie Kristensen es beschreibt, ist nur Tabellendritter in Dänemark. Auf den Misserfolg angesprochen, reagiert Kristensen gereizt, als würde er mit einem kleinen Kind sprechen, das das große Ganze nicht begriffen hat: „Wir stehen erst ganz am Anfang. Unsere Idee braucht Zeit.“

Korrelationen als Problem

"Die konkrete Schwierigkeit im letzteren Fall liegt meiner Ansicht nach im 'Team’-Teil des Wortes Teamsport", sagte Mathematiker Sven Bachmann, der an der Münchner LMU lehrt gegenüber Goal. "Obwohl die Wichtigkeit der individuellen Fähigkeiten jedes einzelnen Spielers nicht zu unterschätzen ist, spielen bei Fußball Korrelationen zwischen verschiedenen Fähigkeiten mehrerer Spieler eine entscheidende Rolle. 

Diese seien aber viel schwieriger zu etablieren und "brauchen ein zum Fussball passendes statistisches Modell." Dies ist etwa beim Baseball, dem Ursprung des Moneyballs einfacher, da dort der individuelle, vom Rest des Teams losgelöste Wert der Spieler ungleich höher ist. "Zum Beispiel steht der `Batsman' allein vor dem `Pitcher' und seine Leistung dabei ist absolut unabhängig von der des Rests seiner Mannschaft", so Bachmann. 

"Daher halte ich ein 'Moneyball-System’ im Fussball zu errichten für viel schwieriger als im Baseball, und deswegen möglicherweise für viel interessanter", so das Fazit des Experten gegenüber Goal, das es auf den Punkt bringt: Es ist deutlich schwieriger im Fußball - auch bei Misserfolg. Denn dann greifen die Daten der Spieler nicht mehr als Erklärung.

Am Ende ist es doch der Trainer

So revolutionär die Technik-Pioniere daher kommen, so konservativ reagieren sie deshalb beim Ausbleiben der gewünschten Resultate. Beide Trainer, die das Bindeglied zwischen den Zahlen und den Spielern sein sollten, sind inzwischen wieder weg. Brentfords Dijkhuizen wurde gefeuert, Glen Riddersholm schmiss bei Midtjylland hin. Offenbar war ihm zu blöd geworden, ständig seine Ideen mit anderen zu besprechen, bevor er sie mit seinem Trainerstab umsetzen konnte. Mit Steinlein soll es schon länger Streit gegeben haben.

Neuer Trainer in Jütland ist einer der vielversprechendsten Fußball-Lehrer des Landes. Jesse Thorup trainierte zuletzt mit großem Erfolg die dänische U21, wo er unter anderem Midtjylland-Juwel Pione Sisto formte. „Er soll unser Konzept voll mittragen und auf eine neue Ebene führen“, lautet Ankersens Statement zum neuen Mann, das durchblicken lässt, dass Riddersholm es offenbar nicht mehr voll mitgetragen hat.

Fußball bleibt Fußball

Er müsse los, sagt Kristensen nach 20 Minuten. Eine Frage zum Abschluss? Kristensen willigt ein. Ob Moneyball denn den Fußball verändere, will ich wissen. Kristensen zögert kurz. "Fußball bleibt ein Spiel mit den gleichen Regeln. Wir verändern nicht das Spiel, sondern das Drumherum – und wollen dadurch erfolgreich sein“, sagt er dann langsam, verabschiedet sich hektisch und legt auf.

Man kann sich vorstellen, wie er das Handy einsteckt und dann einen schmalen Koffer neben sich herziehend den Flughafen Dubais durchschreitet, auf zu neuen Aufgaben, zu neuen Projekten, die zum Ziel aller beim FC Midtjylland beitragen sollen, zum Ziel aller Veränderungen: zum Überwinden des Alten und zur Etablierung des Neuen.