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Der türkische Offensivspieler hält sich weiterhin in Mannheim auf und nimmt psychologische Hilfe in Anspruch. An seinem Wechselwunsch hat sich derweil nichts geändert.

Hamburg. Hakan Calhanoglu vom Hamburger SV möchte zu Bayer 04 Leverkusen wechseln. Wie Goal exklusiv erfuhr, hat der Werksklub nun sein Angebot auf 16 Millionen Euro erhöht. Zudem erhält Calhanoglu bei Bayer einen Vierjahresvertrag, der ihm drei Millionen Euro Jahresgehalt garantiert (Goal berichtete). Calhanoglu ist seit Mitte Juni krankgeschrieben und steht den Hamburgern noch mindestens zwei weitere Wochen nicht zur Verfügung. In seiner Heimatstadt nimmt der 20-Jährige psychologische Hilfe in Anspruch.

Bislang hat der HSV sein Ausnahmetalent als unverkäuflich erklärt und jeglichen Abwerbungsversuchen aus Leverkusen eine Absage erteilt. Allerdings sind die Kassen der Rothosen leer. Für die anstehende Verpflichtung von Pierre-Michel Lasogga ist die designierte Führung um Dietmar Beiersdorfer auf eine Finanzspritze des Geldgebers Klaus-Michael Kühne angewiesen. Ein Agreement mit dem Milliardär über ein neues Darlehen gibt es nach Informationen von Goal bislang nicht.

HSV muss über Verkauf nachdenken

Im Gespräch ist ein Darlehen in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro, das zu einem späteren Zeitpunkt in Anteile an der HSV Fußball AG umgewandelt werden soll. Der aktuelle Aufsichtsrat steht dieser Idee dem Vernehmen nach skeptisch gegenüber. Bei der Bewertung des Unternehmenswertes gibt es unterschiedliche Methoden - ein Preis pro Aktie ist noch nicht festgelegt. Die Eintragung der neuen Satzung ins Vereins- und Handelsregister wird aller Voraussicht nach in zwei Wochen erfolgen. Dann übernimmt Dietmar Beiersdorfer offiziell sein Amt als Vorstandsvorsitzender des HSV.

Und der wortkarge Manager steht auch gleich vor einer ersten schweren Entscheidung: Soll der HSV Calhanoglu an Bayer 04 Leverkusen abgeben? Bei 16 Millionen Euro kommen die Hamburger ins Grübeln. Sollte Klaus-Michael Kühne nicht wie versprochen frisches Geld zur Verstärkung der Mannschaft zur Verfügung stellen, ist ein Verkauf Calhanoglus unausweichlich. Sportchef Oliver Kreuer, Chefcoach Mirko Slomka und Beiersdorfer wollen in dieser Wochen eine Grundsatzentscheidung treffen. Zudem hat sich Calhanoglu-Berater Bektas Demirtas zu neuen Gesprächen in Hamburg angekündigt.

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