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Ghana-Scout Otto Addo: "Deutschland wird eine Mammutaufgabe"

Die Black Stars sind mit einer Niederlage in die Weltmeisterschaft gestartet. Ärger gab es um die Nichtberücksichtigung von Boateng und Essien.

Hamburg. Während der Weltmeisterschaft in Brasilien ist Otto Addo als Scout für sein Heimatland Ghana im Einsatz. In ausführlichen Videoanalysen hat der der U19-Trainer des Hamburger SV bereits Stärken und Schwächen der Gegner in der Gruppenphase herausgearbeitet. Dennoch musste sich das afrikanische Team im ersten Spiel den USA mit 1:2 geschlagen geben. Für das Duell mit Deutschland am Samstag (21 Uhr im LIVE-TICKER) hofft er auf eine Sensation.

Im Gespräch mit Goal zieht der ehemalige Bundesligaspieler ein erstes Fazit: "Wir waren gegen die Amerikaner nicht konzentriert genug, insbesondere in den Offensivaktionen nicht effektiv. Dennoch glaube ich, dass wir ein gutes Spiel gemacht und den Gegner weitestgehend kontrolliert haben", erklärte der 39-Jährige.

Gegen die DFB-Elf steht man nun unter Zugzwang - und der ghanaische Trainer Kwesi Appiah bereits im Fokus der Kritik.

"Deutschland ist nicht unschlagbar"

Viele Fans und Experten reagierten mit Unverständnis auf die Nichtberücksichtigung der erfahrenen Stars Kevin-Prince Boateng vom FC Schalke und Michael Essien vom AC Mailand für die Startelf. "Das ist seine Entscheidung, die wir respektieren. Kevin hat unser Spiel definitiv belebt und seine Sache gut gemacht." Boateng und Essien, beide Nationalhelden in ihrer Heimat, sind erst in der Schlussphase eingewechselt worden.

Am Samstag wird Ghana im Aufeinandertreffen gegen die deutsche Nationalmannschaft wohl von Beginn an auf sie setzen. Die Chancen auf eine Überraschung schätzt Addo realistisch ein: "Das wird eine Mammutaufgabe, dessen sind wir uns bewusst. Nichtsdestotrotz wollen wir das Beste daraus machen. Deutschland ist nicht unschlagbar, aber wir haben großen Respekt vor ihren Qualitäten auf allen Positionen."

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