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Arthur Boka: Drogba hilft uns immer

Happy End für die Goldene Generation? Goal sprach mit Linksverteidiger Arthur Boka von der Elfenbeinküste über Drogba, Nachwuchskraft Serge Aurier und das Generations-Etikett.

EXKLUSIV
Von Martin Ernst

Wird es eine goldene WM für die "Goldene Generation" der Elfenbeinküste ? Nach dem Auftaktsieg in Gruppe C gegen Japan  und vor der anstehenden Partie gegen Kolumbien  ist die Zuversicht im Lager der Elefanten groß, im dritten Anlauf nacheinander endlich auch einmal die K.o.-Runde einer WM zu erreichen. Goal sprach mit Linksverteidiger Arthur Boka  über Didier Drogba , Nachwuchskraft Serge Aurier  und das Generations-Etikett.

Nach dem Sieg gegen Japan war vor allem Didier Drogbas Einwechslung in aller Munde: Unmittelbar nach der Hereinnahme des 36-Jährigen drehten die Elefanten mit einem schnellen Doppelschlag die Partie. Der Einfluss des Leaders ist immens und mehr als nur ein sportlicher, meint Boka: "Über die Bedeutung von Drogba brauchen wir nicht sprechen, er ist ein großer Spieler und hilft uns neben dem Platz ebenso wie auf dem Platz. Er geht immer voran."

Aurier kann ein "Großer auf seiner Position werden"

Neben Drogba und Aktivposten Gervinho fiel gegen Japan auch Außenverteidiger Serge Aurier auf, der beide Tore mit feinen Flanken vorbereitete. Boka traut seinem Kollegen von der anderen Seite den Durchbruch in einer großen Liga zu: "Serge ist ein guter Junge und ein toller Spieler. Wenn er sich weiter so entwickelt, kann er ein Großer auf seiner Position werden."

Gegen Kolumbien werden sowohl Boka als auch Aurier wahrscheinlich wieder die defensiven Außen besetzen. Die Südamerikaner sieht der Ex-VfBler auch ohne Falcao "extrem stark", will sich vom Geheimfavoriten-Status, den die meisten Beobachter der Elf von Trainer Pekerman zusprechen, aber mitnichten beeindrucken lassen. "Wir müssen uns ganz auf unser Spiel konzentrieren, dann werden wir auch ein gutes Ergebnis erzielen."

Goldene Generation? "Eine schöne Bezeichnung"

Mit einem Remis oder gar einem Sieg gegen die Südamerikaner um James Rodriguez würden die Elefanten einen großen Schritt Richtung K.o.-Runde machen und hätten gute Karten, im dritten Anlauf endlich die Runde der letzten 16 zu erreichen. Etwas, das der "Goldenen Generation" bisher noch nicht gelang: 2006 (gegen Argentinien und Serbien) und 2010 (gegen Brasilien und Portugal) scheiterte man trotz Vorschuss-Lorbeeren je in der Vorrunde. Und Boka weiß: "Für viele wird es die letzte WM sein."

Aber: Ist die Anspannung nun geringer? "Druck hat man als Profi-Fußballer immer. Wir können damit umgehen", findet Boka. Nichtsdestotrotz ist das Etikett der "Goldenen Generation" für ihn keine Belastung, sondern vielmehr eine "schöne Bezeichnung" für das ivorische Kollektiv, auch wenn diesem bisher ein großer internationaler Titel verwehrt blieb.

Mit seiner ganz privaten WM-Bilanz ist der 31-Jährige, der nächste Saison in Spanien beim FC Malaga spielen wird, jedenfalls zufrieden: "Das ist meine dritte WM. Alleine das ist ein Riesenerfolg, das können nicht viele Spieler von sich behaupten."

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