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Markus Merk klärt auf: "Rote Karte an Portugals Pepe war berechtigt"

Goals WM-Schiri Dr. Markus Merk analysiert die strittigen Situationen der Weltmeisterschaft in Brasilien: Pepes roter Karton ist absolut in Ordnung.

EXKLUSIV
Von Hassan Talib Haji

Salvador/Berlin. Was für ein Auftakt der deutschen Nationalmannschaft! Mit einem fulminanten 4:0-Sieg triumphierte die Mannschaft von Joachim Löw über Gruppengegner Portugal und dessen Superstar Cristiano Ronaldo. Allerdings hatte auch dieses Spiel einige Aufreger. Es gab einen Elfmeter, einen anderen Strafstoß, der nicht gepfiffen wurde und es flog ein Spieler vom Platz. Goal analysiert.

"Bei dem Foul an Mario Götze gibt es überhaupt keine Zweifel", lässt Goals WM-Schiri Dr. Markus Merk wissen. Der ehemalige Unparteiische der FIFA meint die Szene um Mario Götze und Joao Pereira. Götze wurde bei seinem Dribbling im Strafraum mehrfach von dem Portugiesen gehalten und sank schlussendlich zu Boden. Schiedsrichter Milorad Mazic zögerte keinen Moment und zeigte auf den Punkt.

Viele fühlten sich in diesem Moment an das Eröffnungsspiel und die Schauspieleinlage von Brasiliens Fred erinnert, doch dieses Mal war die Sache eindeutig. "Klarer Elfmeter und auch zwingend die Gelbe Karte", ist sich Merk mit dem Unparteiischen einig. Thomas Müller gab sich in der zwölften Spielminute keine Blöße und verwandelte zur 1:0-Führung.

Platzverweis geht in Ordnung

Eine weitere Schlüsselszene in diesem durchaus mit viel Engagement und Tempo geführten WM-Spiel war die Rote Karte für Pepe, der für sein ruppiges Spiel bekannt ist. In der 37. Minute traf er den stark aufspielenden Müller mit der Hand im Gesicht. Der Bayer sank zu Boden und Pepe kam auf ihn zu, erzählte ihm aber nicht nur ein paar Takte. Ein leichter Kopfstoß an Müller führte zum Platzverweis des Abwehrbrockens.

Doch war diese Rote Karte auch richtig? "Keine Diskussion: Die Rote Karte ist berechtigt! Glücklicherweise hat sich Thomas Müller in dieser Situation nicht provozieren lassen", so Merk.

Aber Deutschland hatte auch großes Glück, wie der 52-Jährige aufklärt: "Die Nationalelf hatte beim Stande von 3:0 großes Glück. Die Zweikampfsituation zwischen Benedikt Höwedes und Éder im deutschen Strafraum war für mich ebenfalls ein Elfmeter." Portugals Kapitän Cristiano Ronaldo hatte sich nach dieser Szene vehement und lautstark bei Mazic beschwert und dies also nicht zu Unrecht.

"Insgesamt aber", so Merk abschließend,"ein großes Kompliment an den serbischen Schiedsrichter Milorad Mazic! Es war eine konsequente und souveräne Spielleitung. Und das bei seinem ersten Einsatz in einem großen Turnier."

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