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Höwedes: Müller macht Tore aus dem Nichts

Der Innenverteidiger der DFB-Elf sprach nach dem Sieg gegen Portugal über seine Rolle im Team und den "unglaublichen" Thomas Müller.

EXKLUSIV
Von Mark Doyle

Salvador. Mit 4:0 gewann das DFB-Team gegen Portugal und setzte ein erstes Ausrufezeichen in Brasilien. Nach der Partie stand Benedikt Höwedes Rede und Antwort über Ronaldo, seine Position als Linksverteidiger und Dreifachtorschütze Thomas Müller.

Ronaldo war über fast die komplette Spielzeit abgemeldet. Auch die anderen Offensivkräfte der Portugiesen kamen nicht zum tragen. Höwedes erklärte exklusiv gegenüber Goal, wie Deutschland verteidigt: "Wir hatten einen einfachen Plan. Wir haben mit elf Spielern versucht, zusammen diese individuell guten Gegenspieler zu stoppen. Wir hatten alle unser Auge auf Ronaldo und haben ihn heute gut verteidigt."

Die Defensivtaktik mit vier nominellen Innenverteidigern in der Viererkette ging voll auf, auch wenn die Rolle auf Links nicht der Wunschvorstellung des Schalkers entspricht: "Es ist nicht meine erste Wahl, denn ich bin eigentlich ein Innenverteidiger, aber in einem Turnier wie diesem ist es umso wichtiger, dass man vielseitig ist. Wir wollten alle gute verteidigen - das hat der Trainer so von uns verlangt - und ich glaube, ich habe eine gute Leistung abgerufen, um der Mannschaft zu helfen. Auf meinen ersten Einsatz bei einer WM bin ich sehr stolz und umso glücklicher über das Resultat."

"Unglaublicher Müller"

Auffälligster Akteur der deutschen Elf war Thomas Müller mit seinen drei Toren. Auch für die eigenen Mitspieler ist der unkonventionell spielende Angreifer ein Phänomen: "Er ist großartig. Die Art wie er auf dem Platz denkt, ist einfach unglaublich. Er kann aus Situationen Tore erzielen, in denen er eigentlich keine Chance hat. Er ist wirklich unglaublich."

Ob der klimatischen Bedingungen war der komfortable Vorsprung wichtig: "Natürlich ist es sehr heiß. In der zweiten Halbzeit war es einfacher für uns, da wir schon mit 3:0 geführt haben und einen Mann mehr auf dem Platz hatten. Da haben wir uns auf Ballbesitz konzentriert, es runtergespielt", so Höwedes abschließend.

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