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Eine Vertragsverlängerung mit dem Kroaten sei wegen unterschiedlicher Gehaltsvorstellungen bislang gescheitert. Sein Berater sieht das anders.

Hamburg. Wohin führt der Weg von Milan Badelj? Wie Goal gestern berichtete, möchte der 25-Jährige seinen bis 2015 laufenden Kontrakt beim Hamburger SV erfüllen. Eine Zusammenarbeit über das Vertragsende hinaus soll bislang kein Thema gewesen sein. Berater Dejan Joksimovic äußert bei Goal sein Unverständnis über die Vorgehensweise des HSV-Sportchefs.

"Es gibt eine zu große Diskrepanz"

In der Bild sprach Oliver Kreuzer Ende Mai über Vertragsgespräche mit dem kroatischen Nationalspieler. "Es gibt eine zu große Diskrepanz zwischen unseren Ideen und denen von Badelj. So ist eine Vertragsverlängerung sehr schwierig. Unsere Schmerzgrenze wird überschritten", wird Kreuzer zitiert. Joksimovic sieht das anders. "Ich bin erst kürzlich auf diese Aussagen aufmerksam gemacht worden. Es stört mich, dass Milan in ein falsches Licht gerückt wird. Über eine Vertragsverlängerung wurde nicht gesprochen", sagt der 49-Jährige auf unsere Nachfrage.

"Es geht nicht nur ums Geld"

Badelj wechselte 2012 für 3,5 Millionen Euro von Dinamo Zagreb zu den Norddeutschen. Dank der guten Beziehungen des damaligen Sportchefs Frank Arnesen zum kroatischen Rekordmeisters sei der Mittelfeldspieler für eine niedrigere Ablösesumme zum HSV gewechselt. "Milan hätte bei anderen Vereinen deutlich mehr verdienen und Zagreb eine höhere Ablösesumme einstreichen können. Dass es ihm nur ums Geld geht, ist falsch", zeigt sich Joksimovic verägert. Bei den Hanseaten kassierte Badelj im ersten Jahr 800.000 Euro netto. Jährlich erhöhte sich sein Verdienst um knapp 50.000 Euro.

HSV ließ Option verstreichen

Interesse europäischer Top-Klubs bestehe laut des serbischen Spielerberaters schon seit Badeljs Zeit bei Dinamo Zagreb. Aktuell gebe es jedoch "weder Kontakt, noch ein Angebot." Ob Sportchef Oliver Kreuzer den Nationalspieler, der die Weltmeisterschaft aufgrund einer Oberschenkelverletzung verpasst, langfristig an den Verein binden kann, ist fraglich. "Der HSV hatte die Möglichkeit, die Option für ein weiteres Jahr zu ziehen. Vertraglich war bereits alles geregelt", sagt Joksimovic. Eine Reaktion seitens des Bundesligisten blieb wohl auch im Hinblick auf die bis zuletzt ungewisse Ligazugehörigkeit aus. Die Hoffnungen auf eine bessere Zusammenarbeit ruhen nun auf Dietmar Beiersdorfer. Der designierte Vorstandschef wird die Verhandlungen nach seinem Amtsantritt wohl übernehmen müssen.

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