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Mega-Ausstiegsklausel: 48 Millionen Euro für Schalkes Donis Avdijaj

Horst Heldt arbeitet gerne Ausstiegsklauseln in die Verträge seiner Spieler ein. Nach den 45,5 Millionen Euro für Draxler setzt er eine neue Schalker "Rekordmarke".

EXKLUSIV
Von Hassan Talib Haji

Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 ist bestrebt seine besten Pferde im eigenen Stall zu behalten, besonders, wenn sie selbst herangezogen wurden. Die sogenannte "Knappenschmiede" gilt als eines der besten Jugendleistungszentren in ganz Europa. Nun wurde nach Julian Draxler, Kaan Ayhan und Max Meyer das nächste Talent fest an den Klub gebunden.

Schalkes Supertalent Donis Avdijaj (17) wird bereits in England als der neue Mesut Özil angepriesen, was alleine seiner Position entsprechend schon mal falsch ist. Der FC Liverpool zeigt bereits seit zwei Jahren großes Interesse an dem 1,73 Meter großen Strafraum-Wühler. Er scheint nun aber preislich in eine Region vorzustoßen, bei der selbst die Reds wohl abwinken müssten.

48 Millionen für Avdigol

Nach Informationen von Goal unterschrieb der erst 17-Jährige auf Schalke für die nächsten fünf Jahre. Dabei hat Manager Horst Heldt dem wendigen Stürmer eine Ausstiegsklausel gewährt. Und die hat es in sich! Denn zu uns sickerte sein Preis durch: Satte 48 Millionen Euro müssen andere Klubs auf den Tisch legen, um den Youngster vor Vertragsende verpflichten zu wollen. Ein Wahnsinnspreis, schließlich hat Avdijaj noch nicht ein einziges Bundesliga-Spiel absolviert.

Der beidfüßige Instinktfußballer brillierte auf Schalke bereits in der Jugend – schoss bei der U17 humorlose 44 Tore in nur 25 Spielen, manche nennen ihn bereits "Avdigol", in Anlehnung an Gabriel Batistuta ("Batigol") - ein argentinischer Stürmer, der in Italien seine größten Erfolge feierte. Zudem sicherte Avdijaj der Schalker U19 mit seinem 1:0-Siegtor 2013 gegen Lokalrivale Borussia Dortmund den Westfalenpokal. Avdijaj ist ein deutscher Junioren-Nationalspieler und gilt landesweit als eines der größten Talente.



Heldts Strategie

Allerdings muss sich der Jungstar daran gewöhnen, auch als Profi zu leben. Leider wurde bekannt, dass er das Fußballer-Dasein in der jüngeren Vergangenheit nicht wirklich annahm und disziplinlos agierte. Auf Schalke haben sie deshalb auf den gebürtigen Osnabrücker, der albanische Wurzeln in seiner Familie hat, eingewirkt, ihm Dinge unmissverständlich klargemacht. Dies nahm Avdijaj an und zeigte sich in der letzten Zeit als wahrhaftiger Musterschüler.

Jetzt folgt sein nächstes Kapitel, als Profi und dem bald ersten Bundesliga-Spiel. Horst Heldt verfolgt mit dieser sehr hohen, fixen Ablösesumme eine gezielte Strategie. Das, was Schalke ausbildet, will man sich so teuer wie möglich vergüten lassen, sollte ein Spieler wechseln wollen. So ist es auch bei Julian Draxler und Max Meyer, beide haben ebenfalls hohe Ausstiegsklauseln in ihren Verträgen. Und auch bei Avdijaj hat es geklappt, seine festgeschriebene Ablöse ist die Höchste, die es in der Bundesliga aktuell gibt.

Nun will Schalke 04 auch weitere Talente binden. Der Sohn von Souleyman Sané (einst Profi der SG Wattenscheid 09), Leroy Sané (18), soll wie Marvin Friedrich (18) einen Profivertrag bekommen.

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