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Gute Linksverteidiger sind rar gesät. Der gebürtige Bochumer gehört zu dieser elitären Zunft und rechnet sich dadurch auch Chancen auf die deutsche Nationalmannschaft aus.

EXKLUSIV
Von Lukas Nowak

Kein Verteidiger kann in dieser Saison mehr Torvorlagen aufweisen als Matthias Ostrzolek vom FC Augsburg. Beim 4:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart in der Bundesliga bereitete er zwei Treffer direkt vor und war am ersten Treffer entscheidend beteiligt. Damit steht er schon bei sieben Assists - und die Begehrlichkeiten anderer Vereine lassen nach kontinuierlich guten Leistungen nicht lange auf sich warten. Mit Goal sprach er exklusiv über seine Zukunft.

In seinem aktuellen Verein läuft es derzeit rund. Sieben Punkte konnten in den drei Rückrundenspielen ergattert werden und dabei ging es mit dem SV Werder Bremen, Borussia Dortmund und dem VfB Stuttgart gegen drei etablierte Bundesligisten. Im Schwaben-Derby lieferte er seine bisher beste Leistung im FCA-Trikot ab. Der Abwehrspieler ist sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft: "Man hat gesehen, dass wir in den letzten Wochen sehr große Fortschritte gemacht haben und stabil sind. Da wollen wir weitermachen", gibt er die Marschroute für die nächsten Spiele aus.

Ostrzolek will sich weiterentwickeln

Die komfortable Tabellensituation ist allerdings nur eine Momentaufnahme, wie der 23-Jährige zugibt: "Uns ist klar, dass wenn wir nachlassen, andere Zeiten kommen werden." Seine Aktion vor dem wichtigen 1:0 gegen den VfB sah er so: "Ich laufe in Richtung unser Tor zurück, lasse den ersten stehen. Das war wie im Fluss, da kamen dann vielleicht noch zwei oder drei andere, und dann habe ich die Möglichkeit gesehen. Der Ball war auf dem schwachen rechten Fuß und dann ist er ein bisschen abgerutscht und Gott sei Dank Tobi Werner vor die Füße", war er nach dem Spiel noch höchst erfreut über die geglückten Aktion. Werner legte den Ball in der Folge quer auf Milik, der locker einschob.

Was in der nächsten Spielzeit kommt, weiß der gebürtige Bochumer nicht: "Ich habe nach der Saison noch ein Jahr Vertrag in Augsburg. Ich habe meine Berater, die alles für mich regeln. Ich weiß nicht, was zurzeit um meine Person drum herum passiert", verrät Ostrzolek, der weiß, was er will: "Ich versuche mich weiterzuentwickeln und dann ist glaube ich vieles für mich offen. Ich habe hohe Ansprüche an mich selbst. Ich gehe davon aus, dass ich nächstes Jahr noch in Augsburg spiele."

Den Ball stets im Blick: Matthias Ostrzolek im Duell mit Stuttgarts Gotoku Sakai

Nicht nur Vereine werden auf den formstarken Spieler aufmerksam - auch die Verbände richten ihren Fokus auf den Verteidiger. Ostrzolek wurde vor einigen Wochen vom polnischen Verband kontaktiert: "Sie finden meine Leistung sehr gut. Sie haben mir gesagt, dass ich im Auge der polnischen Nationalmannschaft bin. Ich habe gar nicht damit gerechnet, dass das kommt", gibt der Verteidiger zu.

Ostrzolek ist auch für die deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt. Dort lief er bereits in der Jugend auf: "Ich habe in Deutschland in der U21 gespielt, deswegen war für mich nur eine Richtung klar, weil es auch von der anderen Seite keine Kontaktaufnahme gab seit mehreren Jahren", betont der frühere polnische U17-Nationalspieler (zwei Einsätze).

Entscheidung im Sommer

Trotz der Kontaktaufnahme des polnischen Verbandes hat der Abwehrmann sich noch nicht festgelegt: "Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Ich werde im Sommer eine Entscheidung treffen", verspricht der Augsburger und hebt die Wichtigkeit seines Klubs hervor: "Zurzeit konzentriere ich mich nur auf den Verein und will hier meine Leistung bringen.

Die DFB-Elf hat er offensichtlich auch noch nicht abgeschrieben: "Natürlich ist es zur deutschen Nationalmannschaft ein sehr weiter Weg", weiß Ostrzolek, aber er betont auch: "Wenn ich weiter meine Leistung bringe, wird sich die Möglichkeit ergeben für beide Nationen zu spielen. Was kommt, das kann ich nicht beeinflussen."

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