Luuk de Jong: "Es macht keinen Spaß mehr"

Der Niederländer ist der teuerste Einkauf der Gladbacher Klubgeschichte, doch glücklich wurden beide Seiten bisher nicht. Luuk de Jongs Wechselwunsch wird immer lauter.
Exklusiv
Von Guus Hetterscheid und Fabian Biastoch

Mönchengladbach.
Es war beim Rückrundenstart das gleiche Bild. Nicht nur, dass Borussia Mönchengladbach das zweite Mal in dieser Saison gegen Bayern München verlor (0:2). Nein, auch Luuk de Jong auf der Bank ist keineswegs ungewöhnlich.

Dabei war im Sommer 2012 alles anders geplant. Sportdirektor Max Eberl suchte einen neuen Torjäger und glaubte ihn, im Niederländer gefunden zu haben. 25 Treffer in 31 Spielen in seiner Heimat überzeugten die Borussen. Glücklich wurden beide Seiten nie, vielmehr forciert de Jong seinen Abschied zunehmend.

"Ich musste mich die ganze zweite Halbzeit warmmachen", monierte de Jong nach der 0:2-Heimniederlage exklusiv gegenüber Goal: "Es macht keinen Spaß mehr." Damit meinte er nicht die Trainingseinheiten unter der Woche: "Aber an den Spieltagen ist es hart. Es ist schwierig, sich als wichtiger Bestandteil zu fühlen."

Interesse von anderen Klubs besteht

Ein Wechsel rückt nach diesen Worten immer mehr in den Fokus. "Ich habe noch immer eine Woche Zeit", spielte der Stürmer auf die Dauer des Transferfensters an: "Ich will doch einfach nur spielen, am liebsten auch für Mönchengladbach."

Bei Twente einst erfolgreicher als in Gladbacher Gefilden

Doch wenn es keine Perspektive gibt, dann muss man sich eben eine neue suchen. Das ist normal. "Es gibt interessierte Klubs, das weiß auch Gladbach", erklärte der 23-Jährige weiter, "aber ein Angebot gibt es noch nicht." Wie groß die Chance auf einen Abschied ist, "kann wohl der Sportdirektor am besten beantworten".

"Ob mir die Premier League liegt?"

Newcastle United machte zuletzt angeblich Avancen. "Ich weiß nicht, ob mir die Premier League mehr liegen würde als die Bundesliga", zweifelte de Jong im Gespräch mit Goal: "Ich denke, ich habe bewiesen, dass ich in der Bundesliga bestehen kann."

Wohl wahr, hatte er in der abgelaufenen Spielzeit doch 17 Startelfeinsätze (von 24 Spielen insgesamt) und acht Torvorlagen auf seinem Konto. In der laufenden Saison durfte er bisher nur in 85 Minuten zeigen, was in ihm steckt. "Das ist hart für mich", untermauerte de Jong seinen Frust bei den Fohlen.

Sein Vertrag in Gladbach läuft bis zum Sommer 2017 - eine Ausleihe scheint deshalb nicht ausgeschlossen. Aktuell stehen die Zeichen jedenfalls auf Abschied. Dabei möchte De Jong doch einfach nur spielen...

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