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Ein Deal zwischen der FIFA und Lionel Messis Sponsor Adidas sorgt dafür, dass Ronaldo das offizielle Logo im Fall eines Sieges nicht für seine Produktvermarktung nutzen darf.

EXKLUSIV
Von Peter Staunton

Vier Tage vor der Verleihung des Ballon d'Or in Zürich kommen Details zu einem Deal zwischen Adidas, dem Hauptsponsor Lionel Messis, und der FIFA, dem Veranstalter des begehrten Preises, ans Tageslicht. Fraglich, ob Favorit Cristiano Ronaldo davon begeistert sein wird.

Denn: Im Gegensatz zu Nike, dem Ausstatter Ronaldos und auch Franck Riberys, besitzt Adidas exklusive Rechte für die Vermarktung des Ballon d'Ors, die der Konkurrenz eben vorenthalten sind. Das bedeutet auch, dass Ronaldo - mittlerweile ein heißer Anwärter auf den Preis für 2013 - im Falle eines Sieges aus seiner Auszeichnung weit weniger Geld schlagen kann als sein größter Rivale, Titelverteidiger Leo Messi.

Adidas darf das offizielle Logo nutzen

"Die Partnerschaft erlaubt es uns, den offiziellen Namen für unsere Werbetätigkeit zu nutzen. Andersherum gilt das für Nike nicht", sagte Ben Goldhagen, Senior PR-Manager für Adidas UK und Irland, gegenüber Goal.

Um Messis vierten Ballon d'Or hintereinander zu feiern, produzierte Adidas im vergangenen Januar eine Spezialanfertigung des f50 Schuhs - und für den Fall, dass Messi im Frühjahr 2013 erneut triumphieren sollte, sind die Vorbereitungen für eine ähnliche Kampagne längst im Gange. "Wir würden das gerne wiederholen", erklärte Goldhagen und kündigte gleichzeitig an: "Messi bekommt im März seine eigene limitierte Edition, unabhängig vom Ergebnis des Ballon d'or."

Auf der anderen Seite hätten Ronaldo und Nike im Falle eines Sieges nicht die Rechte, um ein eigenes, am Ballon d'Or orientiertes, Schuh-Modell auf den Markt zu werfen.

Adidas gehört zu den sechs "offiziellen WM-Partnern" der FIFA und hat das Turnier seit 1970 mit Bällen und Equipment versorgt. Erst im vergangenen November wurde die 43 Jahre alte Partnerschaft verlängert, womit alle FIFA-Großereignisse bis 2030 abgedeckt sind. Der alte Vertrag war rund 35 Millionen wert und es kann davon ausgegangen werden, dass der neue Kontrakt noch weitaus höher dotiert ist.


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Für 2014 prognostiziert Adidas im Bereich Fußball einen Verkaufs-Rekord von über 2,4 Millarden Euro, 2012 waren es noch rund zwei Milliarden. Viel wird auch von Messi abhängen und davon, wie er sich in den USA vermarkten lässt.

Sollte Messi den Ballon d'Or erneut gewinnen, wäre der Argentinier für Adidas' Erschließung eines noch ungenutzten Marktes noch wertvoller und fruchtbarer. Das Unternehmen hat bereits eine eigene Kleidungskolletktion gestartet - Messi ist nach David Beckham erst der zweite Fussballer, dem Adidas eine eigene Serie zur Verfügung stellt.

"In den USA ist er noch nicht so gut vermarktet", sagte der Nordamerika-Chef von Adidas' Fussball-Kampagne, Ernesto Bruce, im August. "Wir werden ihn als den besten Spieler der Welt vermarkten. Wir denken, dass die WM 2014 historisch für Messi wird."

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